Anni Jünemann will eine ihrer Aufgaben abgeben / Satzungsänderung geplant

AWO-Funktionäre stecken viel Herzblut in den Verein

Ein starkes Team: Werner Jünemann, Vorsitzender der AWO Elze, und seine Frau Anni, die gleichzeitig zweite Vorsitzende des Ortsvereins und „Managerin“ des beliebten Kaffeenachmitags im Bürgertreff ist. Bei der Jahreshauptversammlung möchte sie ein Amt abgeben. Foto: Kuhlemann

ELZE Das Herz ist seit vielen Jahrzehnten das Erkennungszeichen im Logo der Arbeiterwohlfahrt. Für den Ortsverein in Elze hat das Symbolcharakter, denn alle langjährigen Funktionäre stecken viel Herzblut in „ihren“ Verein. Das gilt auch für Anni Jünemann, die ihr Amt als zweite Vorsitzende abgeben will und daher eine Nachfolgerin sucht.

Bei der Jahreshauptversammlung des 185 Mitglieder zählenden Vereins am Sonnabend, 18. April, ab 16 Uhr in Stichweh"s Bahnhofshotel würde sie sich wünschen, dass jemand ihren Posten übernimmt. „Es kann aber auch ein Nachfolger sein“, sagt die Elzerin mit einem Augenzwinkern in Richtung Ehemann Werner, der bislang einziges männliches Mitglied im Hauptvorstand ist. Neben Werner Jünemann, der seit 22 Jahren im Amt ist, und Anni Jünemann (seit zehn Jahren dabei) sind das Dagmar Kruska-Noack (seit 22 Jahren Schatzmeisterin) und Erika Albrecht (seit zwölf Jahren Schriftführerin).

Anni Jünemann geht der AWO jedoch nicht verloren, denn sie wird ihre anderen Aufgaben weiter übernehmen. Da ist die Betreuung des Kaffeenachmittags, der fast jeden Dienstag – teilweise mit wechselndem Programm – im Bürgertreff stattfindet, und die Leitung der Radfahrgruppe, die in den wärmeren Monaten regelmäßig eine große Runde um Elze herum dreht. Außerdem übernimmt sie Geburtstagsbesuche und plant die außergewöhnlichen saisonalen Kaffeenachmittage, wie zum Beispiel Fasching und Oktoberfest.

Darüber hinaus wirkt Anni Jünemann noch beim Marktcafé der evangelischen Kirchengemeinde Peter und Paul in Elze mit, das jeden Donnerstag seine Türen für Besucher öffnet. „Es macht Spaß, für die Menschen und mit den Menschen zu arbeiten“, sagt Anni Jünemann, die der Neuen oder dem Neuen natürlich bei der Einarbeitung mit Rat und Tat zur Seite stehen würde. Sie zeigt sich optimistisch, dass jemand gefunden wird.

„Wir wollen nicht klagen, aber wir suchen Verstärkung für den Vorstand, möglichst sollten sich jüngere Mitglieder melden“, betont Werner Jünemann, der darauf hofft, dass manche Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt würden. So könnte er sich vorstellen, dass sich beispielsweise ein Team aus mehreren Personen darum kümmert, eine Tagesfahrt (oder auch Mehrtagesfahrt) zu organisieren. Auch die Bildung einer Jugendgruppe unter dem Dach der AWO sei für den Vorsitzenden denkbar.

Neben den Vorstandswahlen steht auch eine Satzungsänderung auf dem Programm: Nach Vorstellungen der Verantwortlichen soll die Amtszeit der Funktionäre künftig nur zwei statt vier Jahre betragen. Laut Jünemann ein Grund mehr für zögernde Interessenten, eine Aufgabe im Vorstand zu übernehmen...

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare