Einstimmige Entscheidung im Elzer Fachgremium / Stadt soll neue Kehrmaschine bekommen

Argentum: Bauausschuss sagt Ja

Abstimmung in Sachen Argentum: Die Unabhängige Wählergruppe und die Christdemokraten sind dafür, wie Elzes Bauausschuss-Vorsitzender Bernhard Schiermann (r.) notiert.

ELZE Da sind sich alle einig: Wenn es nach den Mitgliedern des Bauausschusses der Stadt Elze geht, soll das Argentum in der Elzer Innenstadt gebaut werden. Das Gremium unter Vorsitz von Bernhard Schiermann (SPD) stimmte bei der Sitzung am Donnerstagabend ausnahmslos für die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes, damit das Großprojekt angeschoben werden kann.

Wie Elzes Bürgermeister Rolf Pfeiffer berichtete, sei bereits mehrfach über die möglichen Vorgehensweisen der Innenstadtsanierung in Elze diskutiert worden, auch im Hinblick auf die Arztversorgung in der Saalestadt, die durch den Bau eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) gewährleistet sei. Hintergrund: Für die Nutzung entsprechender Grundstücke hat sich die Kreiswohnbau-Gesellschaft Hildesheim gefunden, um ein Wohn- und Geschäftshaus zu errichten (die LDZ berichtete). Geplant ist eine Service-Wohnanlage mit 17 barrierefreien Wohnungen. Als Servicepartner stehen der Arbeitersamariterbund, die Sparkasse und ein Friseur zur Verfügung, die ihre Dienste in den entsprechenden Räumlichkeiten anbieten werden. Weiterhin wird die Heliosgruppe dort ein medizinisches Versorgungszentrum aufbauen. Laut Pfeiffer hätten ein benötigter Facharzt und ein Allgemeinmediziner bereits ihre Zusage gegeben. Auch das „Wohnen im Alter“ stelle einen Teil der Grundversorgung sicher und trage erheblich zur Belebung und Attraktivitätssteigerung der Innenstadt bei. „Meine Bitte: Stimmen Sie zu, denn bislang gibt es noch keine Kosten für die Stadt Elze“, appellierte Pfeiffer an die Mitglieder des Bauausschusses. Und die folgten der Bitte einstimmig. „Mit dem Begriff muss man vorsichtig sein, aber das ist ein Meilenstein für Elze“, betonte Werner Jünemann, der sich beim Bürgermeister und der Verwaltung für die Beharrlichkeit und das gute Fingerspitzengefühl bedankte. Der SPD-Fraktionsvorsitzende freue sich darüber, dass Vieles vom Gedankengut aus dem Sanierungsbeirat bei den Planungen umgesetzt worden sei. Jünemann verspricht sich Synergieeffekte vom Bau des Argentums, so etwa, dass sich der eine oder andere Laden wieder mit Leben fülle. Joachim Rathmer, Fraktionsvorsitzender der Unabhängigen Wählergruppe Elze, lobte das Konzept ebenfalls. Zwar habe jeder seine Visionen, die nicht alle umgesetzt werden könnten, doch die UWE werde auf jeden Fall zustimmen.

„Das war die richtige Entscheidung, denn so wird die Innenstadt belebt“, bescheinigte auch Ratsvorsitzender Jürgen Schulte-Schüren von der CDU der Verwaltung gute Arbeit.

Einstimmigkeit herrschte auch in den beiden hauptsächlichen Tagesordnungspunkten der Bauausschusssitzung. Das gilt sowohl für die Änderung der Satzung der Freiwilligen Feuerwehr Elze wegen einiger Änderungen im Brandschutzgesetz genau so wie für die Anschaffung einer neuen Straßenkehrmaschine für den Bauhof. Laut Vorlage standen drei Geräte zur Auswahl, von denen die Kehrmaschine der Firma Bucher aus Hannover im Wert von 155 057 Euro den Zuschlag erhalten soll. Der Grund für die neue Maschine: Nach dem irreparablen Defekt der stadteigenen Kehrmaschine im Jahr 2013 wurde eine Fachfirma mit der Straßenreinigung beauftragt. Seit dieser Zeit habe sich gezeigt, dass die Qualität der Straßenreinigung durch Dritte weit hinter der Reinigung in eigener Regie liegt, wie der Bürgermeister betonte, der um ein besseres Erscheinungsbild der Stadt bemüht sei. Auf die Frage von Klaus Janke (UWE), ob man eventuell mit Nachbargemeinden eine gemeinsame Kehrmaschine unterhalten könne, antwortete Pfeiffer: „Unsere Kehrmaschine ist dreieinhalb Tage im Einsatz und den vierten Tag benötigen wir, um sie zu warten, daher ist sie in Elze schon voll ausgelastet“.

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