Ausschuss für Innere Dienste, Bildung und Soziales berät über Zukunft / Ehrenamtskarte eingeführt

Arbeitsgruppe Schulen formiert sich

Albert Wille (CDU) leitet nach der Auflösung der CUG-Gruppe das erste Mal den Ausschuss für Innere Dienste, Bildung und Soziales. Beate Freimann steht ihm als Stellvertreterin des Bürgermeisters zur Seite. Fotos: Hüsing

ELZE Diskussionen, Gerüchte und Verunsicherungen rund um die Schulsituation in Elze gibt es reichlich. Um Argumente zu sammeln, fundierte Analysen aufzustellen und miteinander konstruktiv ins Gespräch zu kommen, soll nun eine Arbeitsgruppe gebildet werden.

Wer hierin Mitglied sein soll, welchen zeitlichen Rahmen man sich setzt und welches Ziel dahinter stehen soll, diskutierten die Mitglieder in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Innere Dienste, Bildung und Soziales. Bereits Anfang Mai gab es ein Gespräch zwischen den Schulleitungen und den Fraktionen des Rates, wie mit dem Thema umzugehen sei. Viele Stimmen wurden laut, verteidigten den „eigenen“ Schulstandort und gerieten in hitzige Debatten. Deshalb schlug Beate Freimann von der Verwaltung der Stadt Elze vor, einen Mediator für den Arbeitskreis zu gewinnen, um die Neutralität zu wahren. Im Kopf habe sie dabei einen Professor von der Universität Hildesheim oder einen Vertreter der Landesschulbehörde. Ariane Brandes (UWE) begrüßte die Planungen, bat aber um Konkretisierungen.

Arbeitsgruppe

Bereits in der Einwohnerfragestunde hatte sich Claudia Marahrens zu Wort gemeldet. Sie wünsche sich, dass auch die Eltern zukünftiger Schulkinder in Mehle einen Verteter in die Arbeitsgruppe entsenden können. Die Ausschussmitglieder sind sich einig, dass es einen „dringenden Bedarf gibt, sich hier zu bewegen“. Reiner Jäkel (SPD) gab jedoch zu bedenken, dass nicht 25 Personen mitarbeiten sollten, um ein Ergebnis erzielen zu können. Die Arbeitsgruppe soll zukünftig dem Ausschuss unterstellt sein und zügig mit der Arbeit beginnen. Deshalb werden die Schulen, Fraktionen und die Verwaltung bis Donnerstag Personen bestimmen, die für sie in der Arbeitsgruppe mitarbeiten werden. Bernd Rossi hofft, dass dies nun zügig vonstatten geht, da er weiß, dass die Elternschaft zwischen den Herbst- und den Weihnachtsferien erste Ergebnisse einfordern wird. Ob es einen Moderator von außen geben wird, ist noch offen, hierüber werden die Mitglieder der Arbeitsgruppe bei ihrem ersten Treffen entscheiden.

Netzwerk Zukunft

Petra Willke-Fischer nutzte die Gelegenheit der Sitzung, um den Mitgliedern das Netzwerk Zukunft Elze vorzustellen (die LDZ berichtete). Ihr war es besonders wichtig, herauszustellen, dass die Beteiligung möglichst aller Elzer gefragt ist. So hat das Netzwerk einen Fragebogen entwickelt, der anonym von möglichst vielen ausgefüllt werden soll. „Auf der Rückseite des blauen Bogens kann man Angaben zu seiner Person machen, falls der Befragte wünscht, sich aktiv am Netzwerk zu beteiligen“, klärte die Architektin Fragen aus dem Plenum. Elze ist Modellkommune für dieses Projekt und mit Hilfe des Fragebogens soll ermittelt werden, wie die Bürger sich ihr zukünftiges Wohnen vorstellen. „Wir wollen niemandem ein Projekt überstülpen, sondern gemeinsam mit den Bürgern sehen, was für Elze wichtig ist“, erläuterte Petra Willke-Fischer: „Es ist ein längerfristiger Prozess, dessen erste Ergebnisse aber zeitnah sichtbar werden sollten.“ Ihr Ziel sei es, innerhalb des Fragebogens auf einen Denkprozess hinzuleiten: „Es geht nicht nur um statistische Auswertungen.“ Das erste Treffen der Zukunftswerkstatt Elze findet am 21. August um 18.30 Uhr in der Aula der Astrid-Lindgren-Schule statt. Hier sollen Ergebnisse aus der Beantwortung der Fragebögen aufgezeigt werden.

Ehrenamtskarte

Im Rahmen der Sitzung stimmten die Mitglieder für die Einführung der Niedersächsischen Ehrenamtskarte in Elze (die LDZ berichtete): Sie enthält dann Vergünstigungen, wie den freien Eintritt im Freibad, eine kostenfreie Nutzung der Stadtbücherei, einen Zuschuss für Ausweise in Höhe von fünf Euro und einen Zuschuss (drei Euro) bei Ausstellung eines Führungszeugnisses für Ehrenamtliche, die die Forderungen innerhalb der Richtlinien erfüllen.

Auch auf der Tagesordnung stand ein Antrag der Helfer und Förderer des THW Elze an die Stadt, die Anschaffung einer Geschirrspülmaschine für das Geschirrmobil mit 1 000 Euro zu unterstützen. Die Mitglieder konnten dem Antrag so nicht zustimmen, da sie Klärungsbedarf einiger Details hatten: So blieb offen, ob die Geschirrspülmaschine Eigentum des THW oder des Fördervereins würde, ob sie auch für Einsätze bundesweit genutzt werden soll und wem die möglichen Einnahmen durch eine Verleihung des Geschirrmobils an andere Vereine zugute kommen. Aufgrund des Klärungsbedarfs wird eine Entscheidung zum Antrag erst im Verwaltungsausschuss getroffen werden.

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