Im Dezember öffnen sich wieder die (Haus)-Türchen in Elze

Die Adventszeit einmal ganz anders erleben

Der „lebendige Adventskalender“ führt am dritten Tag in die Kindertagesstätte an der Bahnhofstraße. Foto: Vogelbein

ELZE Bald ist sie wieder da, die Zeit, in der die Menschen sich mit Freude und voller Erwartung ausmalen, was sich wohl heute hinter dem Türchen des Adventskalenders versteckt. Ein Stück Schokolade? Ein nettes Gedicht? Vielleicht sogar ein Mensch? Letzteres könnte in Elze durchaus möglich sein, denn pünktlich zum Advent startet wieder der „lebendige Adventskalender“.

Peter und Frederike Schenk sind die „kreativen Köpfe“ hinter der Aktion. In diesem Jahr zeichnen sie sich schon im zehnten Jahr infolge für die Veranstaltung der Peter-und-Paul-Gemeinde verantwortlich. Was sie motiviert? „Die Freude treibt uns an“, verrät Frederike Schenk. Vor etwa zehn Jahren haben die Eheleute die Aufgabe der Planung vom damaligen Superintendenten übernommen. „Damals haben wir uns nicht vorstellen können, dass wir so lange aushalten“, verrät Peter Schenk. Zwei, vielleicht drei Jahre, dann wäre die Aktion eingeschlafen. Doch die Elzer Bürger haben ihre Tradition lieb gewonnen und unterstützten das Ehepaar in vielen Bereichen.

Und so öffnen sich auch in diesem Jahr wieder 24 Türen von Elzer Familien und Institutionen. Wobei die offene Tür nur symbolische Bedeutung hat: „Wir treffen uns an der jeweiligen Stelle und sind dann gemeinsam im Freien“, erklärt Frederike Schenk. Dann werden gemeinsam Lieder gesungen, Tee getrunken und das ein oder andere Gebäck genossen. Um die 24 Stationen zu erkennen, wurde an jeder ein Fenster besonders geschmückt und mit einer Nummer (eins bis 24) versehen. „Das Besondere ist, dass das Treffen Generationen vereint“, hebt Frederike Schenk die vorweihnachtliche Stimmung hervor. Die Menschen begegnen sich, singen und reden miteinander: „Ich denke, dass in jedem von uns das Bedürfnis steckt, sich besinnlich zusammenzufinden und vielleicht sogar miteinander zu singen.“, vermutet sie. Bei jeder Veranstaltung können die Schenks aber nicht anwesend sein. „Es soll ja Spaß machen und nicht hektisch werden“, erklärt Peter Schenk.

Und so ist im Dezember jeder Interessierte dazu eingeladen, täglich ab 18 Uhr an den zahlreichen Stationen zusammenzukommen und sich auf die besinnliche Weihnachtszeit vorzubereiten. Ablehnen mussten die Schenks bisher noch niemanden: „Die Leute melden sich rechtzeitig bei uns. Oft bietet sich kurz vorher noch jemand an. Die kommen dann aber auf die Warteliste“, erklärt Peter Schenk. „Weihnachten erleben. Der andere Advent“, ist dabei sein Motto.

Tatsächlich führt die Aktion der Peter-und-Paul-Gemeinde immer wieder zu besonderen Begegnungen, wenn Freunde und Fremde sich in Elze treffen und kennenlernen. Dabei trägt jeder seinen Teil dazu bei, dass die Adventszeit in Elze eine ganz Besondere werden kann, hoffen die Eheleute Schenk.

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