Vierte Klassen der Astrid-Lindgren-Grundschule verabschieden sich mit viel Musik und noch mehr Tränen

Zum Abschied noch mal Klassenarbeit

Zum Abschied nochmal Klassenarbeit: Es ist fast der letzte Schultag vor den großen Ferien, da heißt es nochmal: „Hefte raus, Klassenarbeit“. Mit gekonntem Wortwitz bringen die Schüler ihre „Lehrerin“ jedoch zur Verzweiflung. Das Schauspiel ist ihr Abschiedsgeschenk an Mitschüler und Lehrer. Fotos: Vogelbein

ELZE Mit einem bunten Programm haben sich die vierten Klassen der Astrid-Lindgren-Schule in Elze von ihrer Schule und den Lehrern verabschiedet. Gleichzeitig sagten die Lehrerinnen Betina Behring-Niehoff und Tabea Hoffmann „Tschüss“. Behring-Niehoff wechselt in den Ruhestand, mit Hoffmann verabschiedet sich die vorerst letzte „richtige“ Musiklehrerin. Was sie hinterlässt, zeigten die Schüler in einem musikalischen Abschiedsprogramm.

Ob solo an der Geige und am Klavier, gemeinsam im Chor oder abwechselnd im Rhythmus tanzend: Die Schüler der jetzt ehemals vierten Klassen haben zum Abschied kurz vor den Sommerferien noch einmal ihr komplettes Repertoire aufgeboten. Dabei stellten die Neun- bis Elfjährigen unter beweis, was Schulleiterin Pia Waletzko über die vielen Jahre schon längst bemerkt hat: „Der nun vergangene Abschnitt ist für die Schüler etwas ganz Besonderes, sie hängen an dieser Schule und man merkt ihnen an, dass sie gespannt sind auf das, was nun Neues auf sie zukommt.“

Letzte Musiklehrerin

Dass sich mit Tabea Hoffmann die einzige gelernte Musiklehrerin von der Astrid-Lindgren-Schule verabschiedet, um in Hamburg ihrer Familie näher sein zu können, beunruhigt sie nicht: „Wir sehen ja, welche tolle Leistung die Kinder im Chor und auch solo vollbringen und denken, dass wir dies auch weitertragen werden.“ Dennoch werde Hoffmanns Abschied die Schule vor „große Aufgaben stellen“, denn „ihr Engagement und das, was sie umgesetzt hat, ist etwas Besonderes“. Auch Betina Behring-Niehoff will „die Schule für immer in ihrem Herzen behalten“. Nach nunmehr 19 Jahren im aktiven Dienst wechselt sie in den Ruhestand. „Ich habe gehört, dass da bald eine Kreuzfahrt ansteht“, bemerkte Schulleiterin Waletzko in ihrer Laudatio. „Ich möchte nun losziehen und Neues entdecken“, verabschiedete sich Behring-Niehoff von Schülern und Lehrern, nicht ohne dass bei ihr und den sie verabschiedenden Schülern Tränen die Augen erfüllten. Beide gaben zu, dass sie nicht nur Kollegen und Schüler zurücklassen, „sondern auch viele Freunde“.

Tür zu, Fenster auf

Zum Abschluss verabschiedeten sich die Schüler auf eigene Weise und besangen diesen humorvoll mit „...und die vierten fliegen jetzt raus“. In einem kleinen Theaterstück durchlebten die Schüler noch einmal witzige und erinnerungswürdige Anekdoten aus vier gemeinsamen Jahren im Klassenzimmer. In ihrer Laudatio richtete sich Schulleiterin Waletzko ein letztes Mal an die Schüler des nun abgehenden vierten Jahrgangs und hofft, dass diese mit „ganz viel Glück, Spaß und mit guten Zensuren“ ihre nächsten Schritte gehen. Denn der Abschied an einer, sei an anderer Stelle auch immer ein Neuanfang.

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