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„Wolpeterhaus“ wird blauer Kunstort

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Blaudruckhaus Wolpeter Haus
Der Blaudruck kehrt auf faszinierende Weise zurück in das „Wolpeterhaus“ – am Freitag, 19. August, mit der Ausstellung von Franziska Lutze. © Daniel Li

Einbeck – Die gefärbten blauen Leinenstoffe hängen von den Balken, der Wind bewegt sie sanft und sie erzählen vom Handwerk. Die Keimzelle des Einbecker Blaudrucks lag 1638 in der Wolperstraße 23. Nun kommt der Blaudruck auf faszinierende Weise zurück in das „Wolpeterhaus“ – am Freitag, 19. August, mit der Ausstellung von Franziska Lutze.

Die Berliner Künstlerin Franziska Lutze, interpretiert den Blaudruck, die uralte, im UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommene Druck- und Färbetechnik, völlig neu. Sie befreit das Druckverfahren auf Stoff von den traditionell gegebenen floral-folkloristischen Mustern und setzt auf eine großzügig reduzierte Formensprache. Die Stoffe leuchten in kraftvollen Farben und wirken wunderbar laut zwischen alten Balken und Geschichte. Die Ausstellung beginnt um 16 Uhr und geht,  bei  Musik und Trank, bis in den Abend hinein.

Franziska Lutze lebt seit 2002 in und um Berlin. Sie studierte nach ihrer Tischlerlehre Produktdesign an der Berliner Universität der Künste, wo sie 2013 ihren Abschluss machte. Während des Studiums kam es bei Christina Kleßmann zum ersten Kontakt mit Blaudruck und per Laserverfahren hergestellten, selbst gestalteten Model (Stempel). In ihrer Heimatstadt Einbeck, in der seit 1639 Blaudruck gefertigt wird, gibt es fast 1000 Jahre alte Model, die sehr aufwändige, florale und folkloristische Muster darstellen, die oft in einem Rapport auf den Stoff gedruckt werden. Franziska Lutze fertigt neben Einzelstücken auch Serien, z.B. aktuell Taschen unter anderem eine Kollaboration mit dem Zabriskie Buchladen und dem Passenger Espresso in Berlin.

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