Einbecker BürgerSpital berichtet über aktuelle Entwicklungen / Schmerz- und Palliativstation neu eingerichtet

„Wir sind auf einem guten Weg“

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Jochen Weger (2.v.l.) fühlt sich im Einbecker BürgerSpital gut versorgt: Sein Gesundheitszustand hat ihn auf die neue Schmerz- und Palliativstation geführt, wo Chefarzt Thomas Rudolph (links), Dr. Uwe Carsten (rechts) und Pfleger Gregor Rospond für ihn da sind.

EINBECK (boe) – Auch wenn der medizinische Geschäftsführer Dr. Olaf Städtler beim Pressegespräch zur neuesten Entwicklung im Einbecker BürgerSpital nicht dabei sein konnte, so war er dennoch mit „seinem“ Haus verbunden. Zeitgleich zur Bilanz des vergangenen Jahres und zur Präsentation der neuen Schmerz- und Palliativstation war Städtler nämlich im Landtag von Sachsen-Anhalt zu Gast und berichtete im Rahmen einer Gesundheitskonferenz über die Besonderheiten des „Einbecker Modells“.

So also war es Städtlers Partner Hans-Martin Kuhlmann vorbehalten, die Pres- se- und Rundfunkvertreter zu informieren, und der kaufmännische Geschäftsführer des Einbecker BürgerSpitals fasste die Entwicklung im vergangenen Jahr wie folgt zusammen: „Das Einbecker BürgerSpital ist auf einem erfreulich guten Weg“, sagte Kuhlmann. Dies sei dem Engagement von Einbecker Bürgern, der Stadt Einbeck so- wie allen Mitarbeitern des Bürgerspitals zu verdanken. Gemeinsam etablieren sie das bundesweit einzigartige „Einbecker Modell“ mit einer gemeinnützigen Ausrichtung, betonte Treuhänder Jochen Beyes. Es gehe nicht darum, maximalen Profit zu erwirtschaften, sondern „alles für den Patienten“ zu tun. Die wirtschaftliche Situation des Einbecker BürgerSpitals würde sich mit einer „ausgeglichen Null“ darstellen – langfristig wolle das Krankenhaus aus eigener Kraft wirtschaftlich überlebensfähig sein, beispielsweise indem die internen Prozesse wirtschaftlich gestaltet werden und das medizinisch- fachliche Profil zukunftsfähig ausgerichtet wird. Das Ziel sei jetzt die weitere Stabilisierung hin zu einem Krankenhaus mit einem modernen Leistungsspektrum und modernen Strukturen, erklärte Kuhlmann. Der kaufmännische Geschäftsführer skizzierte das Profil des Einbecker BürgerSpitals mit einer sehr guten Grund- und Regel-Versorgung plus Spezialisierung wie Orthopädie/ Unfallchirurgie, Bauchchirurgie, einer lungenärztlichen Einheit in der Inneren Medizin sowie der Schmerz- und Palliativ-Medizin. Hierfür konnte das Krankenhaus mehrere Spezialisten gewinnen. Und andere, ehemalige Fachärzte, die zwischenzeitlich deutschlandweit in Kliniken tätig waren, seien wieder zurückgekommen. „Es freut uns, dass das BürgerSpital als Arbeitgeber wieder gefragt ist – ein Betrieb, der mit 300 Mitarbeitern immerhin zu den großen Arbeitgebern in Einbeck zählt“, machte Kuhlmann deutlich. Erste Erfolge in der internen wirtschaftlichen Optimierung seien zu verzeichnen; dazu würden auch infrastrukturelle Maßnahmen wie ein neuer Fassadenanstrich, ein neuer Notfallzugang und ein optimierter behindertengerechter Eingang sowie die sanierte Station für Schmerz- und Palliativmedizin zählen. Diese umfasst einen stationären und einen ambulanten Bereich mit einem Leistungsspektrum, das über das normale Maß in Krankenhäusern dieser Größenordnung deutlich hinausgehen würde. Das Team um Chefarzt Thomas Rudolph bietet den Patienten eine Behandlung mit kombinierter Ergänzung von traditioneller Chinesischer Medizin, Naturheilverfahren, Physiotherapie und Ernährungsberatung. 18 Betten hat die neue Abteilung. Die Zimmer sind hell und freundlich gestaltet und verfügen über Nasszellen und Bäder. Insgesamt hat die Umgestaltung rund 200.000 Euro gekostet – finanziert über einen hohen Anteil an Spenden. „Die neue Station erweitert die Prämisse des Einbecker BürgerSpitals, alle Patienten ‚nah und persönlich‘ zu behandeln“, meinte Kuhlmann abschließend.

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