Bürgermeister-Stichwahl in Einbeck: Wahllokale von 8 bis 18 Uhr geöffnet 

Wer gewinnt am 15. November? Entscheidung an der Wahlurne

Kandidaten Stichwahl Einbeck
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Dr. Sabine Michalek und Dirk Heitmüller stehen am Sonntag zur Wahl.

Einbeck – Showdown im Lockdown: Bei der Stichwahl um das Bürgermeisteramt entscheiden am Sonntag, 15. November, gut 26.000 Wahlberechtigte, wer die nächsten sechs Jahre an der Einbecker Stadtspitze steht. Amtsinhaberin Dr. Sabine Michaek (53) hat Lust auf eine zweite Runde als Hauptverwaltungsbeamtin. Herausforderer Dirk Heitmüller (51), beigeordneter SPD-Ratsherr und Ortsbürgermeister Salzderheldens, will selbst auf den Rathaus-Chefsessel. Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Auf dem Stimmzettel gilt nur ein Kreuz. 

Die Bürgermeisterwahl 2020 steht ganz und gar im Zeichen der Corona-Pandemie. Erst für den 13. September angesetzt, verschiebt der Stadtrat den Wahltermin im Sommer auf den 1. November, um offenen Wahlkampf möglich zu machen. Überraschend stellt die FDP spät einen eigenen Kandidaten auf. Der sozialliberal gepolte Dr. Claudius Weisensee wird zunächst aktiv unterstützt von Bündnisgrünen und den Freien Wählergruppen GfE und Bürgerliste, unterliegt aber gegen Dr. Michalek und Heitmüller. Dann schwappt die zweite Corona-Welle hoch durch den Landkreis, erschwert weitere Überzeugungsauftritte.

Für die Stichwahl raten FDP und ihr unterlegener Kandidat zur Wiederwahl von Amtsinhaberin Dr. Michalek. Trotz CDU-Parteibuch tritt die gebürtige Bayerin als Einzelbewerberin an, wird weiter willig von den Christdemokraten gestützt. Die Bündnisgrünen halten sich mit neuer Wahlempfehlung zurück. Dabei hakt es zwischen Grünen und Dr. Michalek dem Vernehmen nach nur wegen Windkraft und Straßenausbaubeiträgen. Die Wählergruppen GfE und Bürgerliste, gemeinsam als Fraktion im Stadtrat, geben keine konkrete Empfehlung ab. Beide Bewerber hätten eigene Schwerpunkte gesetzt. Mit dem Stichwahlsieger oder der Siegerin werde die Gruppe im Rat weiter sachorientiert arbeiten. Gruppensprecher Frank-Dieter Pfefferkorn setzt auf deutlich mehr Beteiligung: „In manchen Ländern riskieren die Menschen sogar ihr Leben, um wählen zu können. Wählen Sie, wen Sie wollen – aber gehen Sie wählen!“

Herausforderer Heitmüller will nicht nur im Wahlkampf auftreten, sondern dauerhaft für die Bürger eintreten: „Dazu gehört für mich Ehrlichkeit! Nicht alle Wünsche können sofort und ohne Gegenfinanzierung erfüllt werden“, sagt der Sozialdemokrat vor dem Showdown an der Wahlurne. cmf

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