Stadtrat Einbeck

Wahl-Ausgang für manche überraschend

Tortendiagramm
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Vorläufiges Ergebnis: Die acht Parteien und Gruppierungen im Rat der Stadt Einbeck.

Einbeck – Für den Einbecker Stadtrat waren bei der Kommunalwahl am Sonntag 38 Sitze zu vergeben. Die SPD erhielt nach dem vorläufigen Ergebnis 14 Sitze (37,26 Prozent): In den neuen, um sechs Sitze reduzierten Rat einziehen werden damit Ulrich Minkner, Marcus Seidel, Dennie Klose, Rita Moos, Dirk Heitmüller, Nicholus Otunga, Andreas Fillips, Frank Doods, Detlef Martin, Gerhard Mika, Klaus-Reiner Schütte, Horst Nennmann, Eunice Marques da Silva Schenitzki und Christine Jordan. 10 Sitze erhielt die CDU und damit ihre Mandatsträger*innen Heidrun Hofmann-Taufall, Dr. Andreas Kroll, Dirk Ebrecht, Beatrix Tappe-Rostalski, Antje Sölter, Heinz-Hermann Wolper, Horst Jürgens, Carsten Pape, Helmar Breuker und Maren Root.

Die GlGfE kommt im neuen Rat auf vier Sitze (9,19 Prozent): In den Rat einziehen werden Udo Mattern, Frank-Dieter Pfefferkorn, Ernst-Christoph Pralle und Petra Bohnsack. Die Grünen erhalten drei Sitze (7,61 Prozent), besetzt von Dieter Bartels, Manfred Helmke und Maurice Christ. Die FDP erhält zwei Sitze (6,20 Prozent): Marlies Grascha und Dr. Reinhard Binder ziehen in den Rat ein.  Zwei Sitze entfallen auf die AfD (5,24 Prozent), die Mandate werden Dirk Küpper und Andreas Jakob wahrnehmen. Ebenfalls zwei Sitze (5,03 Prozent) gingen an den unabhängigen Einzelbewerber Alexander Kloss, der im vergangenen Jahr aus der SPD ausgetreten war.  Er erzielte mit 2.136 Stimmen die meisten aller im neuen Rat vertretenden Mandatsträger*innen. Herausragende Stimmzahlen erreichten noch Sozialdemokrat Dirk Heitmüller (1.546) und Christdemokratin Beatrix Tappe-Rostalski (1.010). Einen Sitz (2,33 Prozent) eroberte die Linke mit Yasmin Herfort. Überraschend nicht mehr im Rat vertreten sind der bisherige SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Hojnatzki und die FDP-Stadtverbandsvorsitzende Dr. Villmar-Doebeling.

Die Wahlbeteiligung lag bei 57,6 Prozent: Von 25.520 den Wahlberechtigten haben 14.700 Wähler und Wählerinnen Gebrauch von ihrem Wahlrecht gemacht und 14.502 gültige Stimmen abgegeben. 

Die Einbecker Sozialdemokratie hat den Ausgang der Stadtratswahl als „schwierig“ bewertet. Zwar bleibe die SPD mit 14 Sitzen die stärkste Fraktion. Der „unerwartet deutliche Mandatsverlust“ über die Verkleinerung des Rates hinaus und die Zersplitterung der Mandatslandschaft werde die neue SPD-Fraktion aber vor „große Herausforderungen stellen“. Tatsächlich beträgt die Anzahl der im neuen Rat vertretenen Parteien und Gruppierungen acht. Wie Peter Traupe für den Ortsverein betont, müssten die „erheblichen Verluste in der Kernstadt“ sorgfältig analysiert werden. Gut behauptet habe sich indes die SPD in den Ortschaften: Dies gelte insbesondere für Salzderhelden, Dassensen und Holtensen.

Für die Bürgerliste Gemeinsam für Einbeck erklärte deren Vorsitzender Dirk Strohmeyer: „Wir sind froh, dass durch das Ergebnis weiterhin eine Meinungsvielfalt besteht und nicht nur die ’eine’ Meinung dominiert.“ So könne die Bürgerliste weiter als Brückenbauerin „gute Ideen und Projekte unterstützen und mit anteiligen Mehrheiten versorgen“. 

Alexander Kloss erzielte für den Stadtrat und auch den Kreistag ein unerwartetes „Traumergebnis“.

Überraschungssieger Alexander Kloss hätte auch nicht „ansatzweise“ mit einem derart starken Votum der Bevölkerung gerechnet. Dieses „Traumergebnis“ und „deutliche Vertrauen sei ihm Verpflichtung und Motivation zugleich. In der nächsten Zeit werde er für Gespräche mit den demokratischen Fraktionen und Parteien bereitstehen, um über gemeinsame Projekte und Kooperationen zu sprechen. Seine Wahl solle sichtbare gestalterische Impulse ermöglichen: „Ich werde mich nicht still in eine Ecke setzen und den anderen bei ihrem Tun oder Unterlassen zusehen.“

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