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„Vollfette“ Studio-CD mit eigenen Songs fürs Radio

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Zum Projektsommer-Start legte sich die Einbecker SPD bei der Musikschule M1 an der Benser Mauer auf die Info-Lauer: Bei 700 Schülern wird der Platz dort langsam knapp. Da wünschen sich M1-Gründer Stephan Ohst und Markus Kümmerling Gleichberechtigung und fairen Wettbewerb. © Foto:Friese

EINBECK (cmf) – „Es gibt in der Stadt wohl keine einzige Band ohne M1-Schüler”, schätzt Markus Kümmerling. Tatjana Kusheva nickt und schwärmt von der Einbecker „Skyline“. Und im September soll die neue Plattenproduktion fertig werden, bei dem M1-Schüler selbstgeschriebene Songs in einem professionellen Studio einspielen – mit allem, was dazu gehört, wie Stephan Ohst zum Auftakt des SPD-Projektsommers erläutert.

Bei mehreren Radiostationen sollen die markttauglichsten Lieder vom M1-Nachwuchs aufgelegt werden, die Sender-Signale stehen auf Grün. Das kommt nicht von ungefähr: Seit zehn Jahren betreiben Markus Kümmerling, Stephan Ohst und (Urlauber) Dimitrios T. Gatsios die etwas andere Musikschule an der Benser Mauer – ohne Schulleiter, mit Hingabe, Spaß und Elan.

Denn das M1-Trio hat die eigene musikalische Leidenschaft zum Beruf gemacht. Gemeinsam mit ihrem ersten Gitarrenlehrer, Grafiker Pit Becker (Echte), erinnern sich die M1-Gründer an ihren eigenen Werdegang „from Dust till Learn”, von der ersten Combo bis zum heutigen Schul-Stand – von „Dust” über „Tallian Gray” mit CDs, bis „Chair-O-Plane” und M1.

Mit dem Vogelbecker SPD-Trommler Kalle Probst rufen sich die Musik-Macher ihren ersten Band-Auftritt als „Dust” nochmal vor Augen, wollen die Betamax-Videoaufnahmen von der Outpost-Gigpremiere aus uralten Kisten holen und für die Ewigkeit sichern. Da kribbeln beim zeitweiligen Berufstrommler Kalle Probst die Finger, bis er sich hinters M1-Schlagzeug setzt und loslegt, bis nicht nur seine SPD-Freunde staunen.

Dabei, so findet Peter Traupe vom Vorstand der Kernstadt-SPD, habe sich M1 längst als private Musikschule ohne öffentliche Fördermittel zu einem der „Leuchttürme” in der Einbecker Kulturlandschaft entwickelt, mit gelebter Jugendarbeit und Nachwuchsförderung. Doch bald wird der Platz zur weiteren tonalen Entfaltung in den jetzigen M1-Räumen knapp: Derzeit lernen rund 700 Schüler von 18 Musiklehrerinnen und Instrumental-Instruktoren, dazu laufen Kooperationen mit Schulen, Kindergärten und Musikzügen. Im Programm auch musikalische Frühförderung und Klassik, aber mehr doch mit dem Hang zu Rock und Pop, dazu kompetentes Band-Coaching und Wissensvermittlung übers schwere Künstlerdasein, Rechte und Verwertungen. Zwei Bürokaufleute werden ausgebildet.

Die Drei von der Musikschule gehen ganz andere Wege als subventionierte Einrichtungen. „Wir haben alles selbst finanziert, ohne Schulden, wir haben alles selbst beschafft auch ohne öffentliche Töpfe”, unterstreicht Stephan Ohst sichtlich stolz. Doch es gebe „keinen fairen Wettbewerb”, vor allem räumliche Bevorzugung „muss aufhören”. Denn alle Musikschulen müssten „auf eigenen Beinen stehen” können. Dementsprechend formulieren Ohst und Kümmerling die Bitte an alle politischen Akteure: „Bitte achten Sie auf die Gleichbehandlung.” Bevor der Grill für den SPD-Projektsommerbesuch an der Benser Mauer glüht, geben Magda Kampa, Lara Kleineidam, Franziska Gabriel, Sara Spellerberg und Tatjana Kusheva als Stimm-Quintett namens „SixSometimes” Kostproben aus ihrem Repertoire, mit David Guettas „Titanium” und dem souligen „Rumour Has It”.

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