Auch im Binnenland kämpft die DLRG mit der Unvernunft von Badegästen

„Unverantwortlich“

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Frank Thiemann verweist auf die generell geltende Badeordnung: „Nichtschwimmer gehören nicht ins Schwimmerbecken.“ Foto: Sürie

DASSEL/EINBECK (con) – Nicht nur an der Nord- und Ostsee werden die Rettungsschwimmer der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) mit der Unvernunft von Badegästen konfrontiert...

Der Leiter der Einbecker DLRG-Ortsgruppe, Frank Thiemann, stellt auch im „Binnenland“ immer wieder fest, dass Menschen sich und andere in Gefahr bringen, an Seen ebenso wie in den heimischen Bädern. Er verweist nur auf den jüngsten Vorfall in Dassel: Eine junge Mutter war mit zwei Kleinkindern ins Schwimmerbecken gegangen, die Kinder mit Schwimmflügeln und Schwimmring „gesichert“. Es war offensichtlich, dass beide noch nicht schwimmen konnten – und viel zu gefährlich. „Die Badeordnung jeder Badeanstalt gibt klar vor, dass Nichtschwimmer nicht ins Schwimmerbecken dürfen“, betont Thiemann, „Schwimmflügel geben nur vermeintlich Sicherheit“. Sich in diesem Zusammenhang sogar mit zwei Kleinkindern ins Schwimmerbecken zu wagen, sei schon grob fahrlässig, auf jeden Fall „unverantwortlich“.

Die DLRG-Ortsgruppe wird ihre Schwimmkurse im Lehrschwimmbecken der Geschwister-Scholl-Schule im September mit 30 Teilnehmern fortsetzen. Schwimmen zu lernen sei nach wie vor eine „wichtige Geschichte“, deren Bedeutung nicht zu gering erachtet werden dürfe. Thiemann verwies hier auf die jüngsten Badeunfälle in der Region. Seine Arbeit beginne vor Ort mit den Schwimmkursen, darüber hinaus bildet er junge Menschen zu Rettungsschwimmern aus, Sportlehrer wiederholen ihre „Scheine“ bei ihm.

Rettungsschwimmer werden immer gebraucht, während der Urlaubszeit auch für Einsätze an den Badestränden. Mit Lorenz Schmidt und Justus Fricke werden kommendes Jahr wahrscheinlich auch wieder zwei Einbecker DLRGler an der See Rettungswachdienste leisten. Frank Thiemann und sein Team leisten ihre Arbeit ehrenamtlich: „Und da brauchen wir auch immer Menschen, die sich uns anschließen und diese wichtige Arbeit unterstützen.“

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