Lkw-Brand auf A 7 führt zu Großeinsatz

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Während die Zugmaschine ausbrannte, konnten die Einsatzkräfte den Anhänger retten. Mit einem Bagger wurden die Überreste der Ladung geborgen und anschließend mit einem Container abtransportiert.

REGION Über 100 Einsatzkräfte von Feuerwehren aus den Landkreisen Northeim und Goslar sowie Polizei und Rettungsdienst waren am Dienstagabend bei einem mehrstündigen Löscheinsatz auf der A7 zwischen Echte und Seesen gefordert, nachdem ein Lkw in Brand geraten war. Verletzt wurde niemand. Allein den Sachschaden am Lkw ohne Ladung bezifferte die Autobahnpolizei Göttingen auf 100.000 Euro. Für die Schäden an der Fahrbahn und die Reinigung dürften weitere 25.000 Euro angefallen sein. Die Brandursache: vermutlich ein technischer Defekt.

Der 53-jährige Lkw-Fahrer aus Goldenstedt hatte den mit Elektroartikeln beladenen Lkw noch auf den Seitenstreifen gelenkt. Nach Angaben des Sprechers der Kreisfeuerwehr Northeim, Kai-Uwe Roßtock, soll sich das Feuer vom Motorraum aus „in rasender Geschwindigkeit“ auf den Aufbau ausgedehnt haben: Die Zugmaschine brannte völlig aus, den Anhänger konnten die Einsatzkräfte dagegen komplett schützen. Zunächst waren die Seesener Kernstadtfeuerwehr, die Stützpunktfeuerwehr Rhüden, die Werkfeuerwehr Züchner und die Ortsfeuerwehr Ildehausen mit wasserführenden Fahrzeugen im Einsatz, zur Unterstützung war schließlich noch das Bad Gandersheimer Tanklöschfahrzeug ausgerückt. Doch als sich herauskristallisierte, dass weiter große Mengen an Wasser und Schaum nötig sein würden, wurden auch das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug der Schwerpunktfeuerwehr Bad Gandersheim, die Tanklöschfahrzeuge aus Kalefeld, Echte und Northeim sowie ein Rüstwagen, ein Lkw zum Transport von Schaummitteln und der Rettungswagen zum Eigenschutz an die Einsatzstelle beordert.

Dabei gestaltete sich die Anfahrt schwierig: Zwar sei auf der BAB in Fahrtrichtung Echte eine Rettungsgasse gebildet worden, im Bereich der Ausfahrt von der ehemaligen Tank- und Rastanlage Seesen-Ildehausen hingegen fehlte sie. Die aus Richtung Süden anrückenden Kräfte hätten sich erst „mühsam eine Rettungsgasse erarbeiten“ müssen, da hier die Autobahn in Höhe der Einsatzstelle gesperrt war. Die Sperrung sei allerdings notwendig geworden, da die gesamte Fahrbahn aufgrund des Westwindes von dem Feuer verqualmt wurde.

Der Brand war nach gut zwei Stunden unter Kontrolle. Bis dahin hatten zahlreiche Trupps unter Atemschutz das Feuer mit Schaum bekämpft. Während der Lösch- und Bergungsarbeiten war die BAB 7 in beiden Richtungen zwischen Seesen und Echte voll gesperrt.

Vor Ort verschafften sich Seesens Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke, Bad Gandersheims Stadtbrandmeister Kai-Uwe Roßtock und Brandschutzabschnittsleiter Carsten Winkler ein Bild vom Einsatzgeschehen. Ihr Eindruck: „Die Zusammenarbeit mit den Seesener Kameradinnen und Kameraden hat sehr gut geklappt.“

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