NABU: Vögel zählen ab Vatertag

„Stunde der Gartenvögel“

zilpzalp
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Der Zilpzalp brütet zwar in erster Linie in Wäldern, aber wer einen Wildgarten mit Bäumen und einer dichten Vegetationsdecke hat, bietet damit dem Zilpzalp das optimale Zuhause.

Region - Statt Schnapsdrossel und Schluckspecht lieber Amsel, Blaumeise und Co. zählen: Zum Vatertag ruft der NABU wieder zur „Stunde der Gartenvögel“ auf. Am langen Wochenende vom 13. bis 16. Mai sollen deutschlandweit Vögel in Gärten und Park gezählt und dem NABU gemeldet werden.

„Unsere Mitmachaktion erfreut sich stark gestiegener Teilnehmendenzahlen“, freut sich Philip Foth, Pressesprecher des NABU Niedersachsen. „2020 haben mit über 18.800 Menschen fast doppelt so viele Niedersächsinnen und Niedersachsen mitgemacht wie im Jahr zuvor. Das zeigt: die Natur vor der Haustür liegt immer mehr Menschen am Herzen.“

Erkenntnisse könnte die Zählung über das im vergangenen Jahr erstmals in Deutschland aufgetretene Blaumeisensterben liefern. „Es scheint so, dass der Erreger dieses Jahr im Norden, also auch bei uns in Niedersachsen, aktiv ist“, so Foth. Die Zählung könne nun Hinweise liefern, wie es um den Blaumeisenbestand steht.

Gute Chancen gibt es, den ersten öffentlich gewählten Vogel des Jahres, das Rotkehlchen, zu sichten. Es wurde bei vorangegangenen Zählungen in jedem zweiten Garten entdeckt. „Wer im eigenen Garten das Beet umgräbt, der hat schnell ein Rotkehlchen an seiner Seite. Es sucht in der aufgeworfenen Erde nach Würmern, Schnecken, Spinnen und Insekten. Mit seiner orangefarbenen Brust ist der zutrauliche Vogel leicht zu erkennen“, erklärt Foth.

Und so macht man mit: Von einem ruhigen Plätzchen im Garten, Park, auf dem Balkon oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachtet werden konnte. Die Beobachtungen können am besten online unter www.stundedergartenvoegel.de gemeldet werden, aber auch per Post oder Telefon – kostenlose Rufnummer am 15. Mai von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157115. Gemeldet werden kann auch mit der kostenlosen NABU-Vogelwelt-App, erhältlich unter www.NABU.de/vogelwelt. Meldeschluss ist der 24. Mai.

Wer noch etwas üben möchte, findet viele Infos unter www.stundedergartenvoegel.de, darunter Portraits der 40 häufigsten Gartenvögel (www.nabu.de/gartenvoegel), einen Vogeltrainer (https://vogeltrainer.nabu.de) und Vergleichskarten der am häufigsten verwechselten Vogelarten.

Aktuelle Zwischenstände und erste Ergebnisse sind ab dem ersten Zähltag auf www.stundedergartenvoegel.de abrufbar und können mit vergangenen Jahren verglichen werden.

Für kleine Vogelexperten hat die NAJU die „Schulstunde der Gartenvögel“ (17. bis 21. Mai) ins Leben gerufen. Weitere Informationen dazu unter www.NAJU.de/sdg.

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