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Straßenwärter sorgen für gesicherte Straßen

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Nach Feierabend geöffnet: Mit großem Interesse hörte sich die Kernstadt-SPD in der Einbecker Straßenmeisterei um. Die Projektsommer-Besucher staunten nicht schlecht über Aufgabenfülle und Zuständigkeiten. Dienststellenleiter Andreas Gleichfeld und Technik-Chef Thomas Conrad zeigten Fuhrpark und Gerät auf dem Betriebshof an der Hannoverschen Straße. © Foto: Friese

EINBECK (cmf) – Ihr Job ist die Straße, ihr Ziel ist ganzjährige Verkehrssicherheit mit Winterdienst zwischen Ackenhausen und der Ahlsburg, zwischen Solling und Harzvorland: „Wir sind wie der Hausmeister-Service. Kleine Sachen machen wir selbst, für größere Maßnahmen beauftragen wir auch größere Firmen”, sagt Bauingenieur Andreas Gleichfeld, Chef der Einbecker Straßenmeisterei und einziger Landesbeamter im Team von 34 Mitarbeitern.

Gemeinsam mit dem Technischen Leiter Thomas Conrad vermittelt Meisterei-Leiter Gleichfeld beim SPD-Projektbesuch, was die drittgößte Straßenmeisterei Niedersachsens macht. Und wie sie in der verzweigten Straßenbauverwaltung amtlich eingebettet ist, unter Oberbefehl von Wirtschaftsminister Olaf Lies. Die Einbecker Straßemmeisterei gehört gleichberechtigt zur Niedersächischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLBStV) mit Sitz in Bad Gandersheim, früher schlicht Straßenbauamt.

Für die Straßenwärter steht „Sicherheit an der allerersten Stelle”, unterstreicht Gleichfeld. Sie rücken gut geplant in fünf Teams vom Hof. Die sechste Einheit greift als Taskforce sofort ein, wenn außerhalb Schilder knicken oder Ampeln streiken.

Alles soll rund laufen auf rund 400 Kilometer Streckennetz im Zuständigkeitsbereich. Dazu zählen 75 Kilometer der Bundesstraßen B3, B64 und B445, 104 Kilometer Landesstraßen und – vertraglich vereinbart – 216 Kilometer der Northeimer Kreisstraßen. „Das machen wir gerne für den Landkreis”, unterstreicht der Meisterei-Chef. Der gegenwärtige Zuschnitt habe sich bewährt.

Kontrolle, Instandhaltung, Reparaturen an 149 Brücken im Beritt, an Unterführungen, Fahrbahnkörpern, wichtige Mäharbeiten für freie Sicht auf Leuchtleitpfosten und Wildwechselwarner, Erneuerungen an allen Seitenräumen mit Bankett und Entwässerung, Begleitgrünpflege, dazu die Reinigung von Gräben, Gossen, Radwegen, Park- und Rastplätzen – Aufgaben für das ganze Jahr. Gleichwohl sei der Unterhaltungsaufwand zum Erhalt der heimischen Infrastruktur gewachsen. „Für alle deutlich sichtbar” gebe es viel Sanierungsstau. Schlaglöcher ließen sich schnell flicken, doch ständige Flickerei vergeude Geld. Wie bei der Mackenser Straße in Dassel zeige sich: Da ist oft nicht mehr viel zu retten. Die Gesamtsubstanz ist kaputt, nur ein Neubau sinnvoll. Das gilt auch für die Ortsdurchfahrten in Wenzen und Vardeilsen. Die Straßenmeisterei hat für diese Multi-Gewerke und den neuen Radweg Einbeck-Volksen die Leistungsverzeichnisse entwickelt, plant maßgeblich mit beauftragten Ingenieurbüros. Außerdem werden Sondernutzungen für Schwertransporte genehmigt und Bauanträge begleitet.

Mit acht Fahrzeugen rücken die Räumteams bei Schneefall aus, damit alle Autofahrer zwischen 6 und 22 Uhr gut über die Piste kommen. Derzeit ist noch Salz im Streuer. Im milden Vorjahreswinter wurden nur 700 Tonnen des Taumittels verbraucht. Im Jahresmittel muss mit 2.200 Tonnen kalkuliert werden. Jede komplette Winterdienstrunde kostet rund 6.000 Euro. Netz-Info: www.strassenbbau.niedersachsen.de

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