Segen bringen, Segen sein

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BU: Kurz nach dem Aussendungsgottesdienst in der Katholischen Kirche brachten die Sternsinger, darunter auch vier Flüchtlingskinder, den Segen zum Dasseler Rathaus.

Sternsinger aus dem Morgenland auch in Dassel unterwegs: 80 Kinder und Jugendliche, darunter vier Flüchtlingskinder aus Syrien und Ruanda, beteiligen sich an der bundesweit wohl größten Solidar-Bewegung von Kindern für Kinder. Nach dem Aussendungs-Gottesdienst am Dreikönigstag mit Pfarrer Ewald Marschler und Pastor Martin Possner in Dassel strömten sie, begleitet von etwa 30 Erwachsenen aus, um in der Kernstadt und in den Ortsteilen die Häuser zu segnen und für die aktuelle Aktion Geld zu sammeln. „Segen bringen, Segen sein in Kenia und weltweit“, lautet das Motto, das die Wahrung der Schöpfung in den Mittelpunkt stellt.

In der im Norden Kenias liegenden Region Turkana kämpfen die Menschen in Folge des Klimawandels täglich ums Überleben. Seit Jahren anhaltende Trockenheit und Dürre haben Region und Lebensweise massiv verändert. Mehrmals täglich müssen Mädchen und Frauen kilometerweit gehen, um für ihre Familien nach Wasser zu graben. Dassels stellvertretender Bürgermeister Achim Lampe hob den Einsatz der Dasseler Kinder und Jugendlichen für dieses Projekt hervor. Es sei großartig, über den Tellerrand hinaus zu blicken und die weltweit herrschenden Probleme nicht auszublenden. Vom Klimawandel werde letztlich die gesamte Menschheit betroffen sein. An der Grenze zu Äthiopien gebe es bereits Kämpfe um das Wasser. Die Heiligen Drei Könige – Caspar, Melchior, Balthasar - segneten auch das Dasseler Rathaus: „Die Politik kann diesen Segen nur zu gut gebrauchen“, erklärte Lampe, denn hier im Rathaus werde zum Wohle aller entschieden.

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