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Untreue-Verdacht

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LANDKREIS NORTHEIM Wegen des Verdachts der Untreue ermittelt die Staatsanwaltschaft Göttingen gegen einen 58-Jährigen aus dem Landkreis Northeim.

Der Geschäftsführer der Sterbekasse des Kreisfeuerwehrverbandes Northeim soll zwischen dem 29. Februar und dem 31. Oktober in sechs Fällen unrechtmäßig Geld bei zwei Banken abgehoben zu haben: Dabei soll es sich in fünf Fällen um Beträge von jeweils 10 000 Euro gehandelt haben, bei einer weiteren Transaktion sollen 150.000 Euro auf das Konto einer dritten Person überwiesen worden sein. Davon seien allerdings bereits 110.000 Euro wieder auf das Konto der Feuerwehr-Sterbekasse zurück geflossen, erklärte Oberstaatsanwalt Andreas Buick. Es soll sich um „eine Art Darlehen“ gehandelt haben. Wie Buick weiter ausführte, habe sich der 58-Jährige zu dem Untreue-Verdacht „eingelassen“. Er habe das Geld wieder zurückzahlen wollen. Im April wäre die Kasse laut Kreisbrandmeister Bernd Kühle regulär geprüft worden.

Die Vorkommnisse hatte Kühle am Mittwoch öffentlich gemacht. Demnach hatte eine Bank gegenüber dem Vorsitzenden der Sterbekasse am 16. Dezember den Verdacht geäußert, dass ein Vergehen nach dem Geldwäschegesetz vorliegen könne.

Der 58-jährige Geschäftsführer habe sein Amt in den vergangenen 16 Jahren stets ohne Beanstandungen geführt, betonte Kreisbrandmeister Kühle. Auch die Kassenprüfungen der vergangenen Jahre hätten keinerlei Beanstandungen ergeben. Sein Zugriff auf die Konten sei nach Bekanntwerden der Vorwürfe umgehend gesperrt worden, darüber hinaus sei er von allen Feuerwehrtätigkeiten freigestellt und ihm der Zugang zu den Geschäftsräumen des Kreisfeuerwehrverbandes per Hausverbot untersagt worden. Die Wahrnehmung der Interessen der Sterbekasse sei einem Rechtsanwalt übertragen worden.

Zwar sei die Sterbekasse zu keiner Zeit geschäftsunfähig gewesen, doch neben dem finanziellen Schaden sei „ein sehr hoher moralischer Schaden“ entstanden, bedauert Bernd Kühle. con

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