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Starkes Signal gegen Gewalt an Frauen

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Von: Cornelia Sürie

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Rat Einbeck Anti-Gewalt-Aktion
Der Einbecker Stadtrat hat sich eindeutig gegen Gewalt an Frauen positioniert. Die einzelnen Statements sind auf der Homepage der Stadt Einbeck unter www.einbeck.de (Aktuelles) zu sehen. © Angela Kröger

Einbeck – Weltweit wird am heutigen 25. November der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen begangen: Gerade in diesen Zeiten ist er aktueller denn je. Deshalb haben Einbecker Ratsmitglieder auf Initiative des Einbecker FrauenForums jede(r) für sich ganz persönliches Statement gegen Gewalt an Frauen abgegeben und senden damit als Rat ein starkes Signal an alle Einbecker*innen. 

Denn viele Frauen erleben täglich Gewalt. Mehr als 35 Prozent der Frauen weltweit werden mindestens einmal in ihrem Leben Opfer sexueller Gewalt. In Deutschland betrifft das tatsächlich sogar jede vierte Frau, völlig egal, woher sie kommt, wo sie lebt, wie alt sie ist oder welcher sozialen Schicht sie angehört. Täglich versucht ein Mann, eine Frau zu töten! An jedem dritten Tag gelingt dieser Femizid! Häusliche Gewalt gilt als häufigste Ursache von Verletzungen bei Frauen!

Hilfetelefon: 08000 116 016 rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr erreichbar

„Jede Frau hat das Recht auf ein gewaltfreies Leben“, betont das Einbecker FrauenForum: Umso wichtiger sei es, Öffentlichkeit herzustellen, für dieses Thema zu sensibilisieren und nachhaltig aufzuklären. Gewalt sei grundsätzlich nicht hinnehmbar. Und: „Gewalt gegen Frauen ist kein privates Problem.“ Gewalt an Frauen habe sich durch Corona nachweislich verschärft, darüber hinaus hätten geflüchtete Frauen und Mädchen in ihrem Herkunftsland oder auf der Flucht Gewalt erfahren.

Vielerorts wird heute bundesweit vor Rat- und Kreishäusern die Fahne von Terre des Femmes als Zeichen gegen Gewalt an Frauen gehisst. In Einbeck beteiligen sich zudem die Bäckerei Biel, das Manna Mia, der Verein Dorfladen in Immensen und der Brötchenbursche an der „Brötchentütenaktion“: Hier werden Brötchentüten mit dem Aufdruck „Gewalt kommt mir nicht in die Tüte“ und der Telefonnummer des Hilfetelefons direkt beim Brötchenkauf verteilt. In der Universitätsstadt Göttingen wird nach dem jüngsten Ratsbeschluss demnächst eine Gedenktafel für die drei Femizid-Opfer von 2019 und 2021 aufgestellt. Die Polizeiinspektion Northeim optimiert die Bearbeitung von Fällen der häuslichen Gewalt. Dazu findet am Montag eine Fachtagung zu neuen Wegen in der Bekämpfung der häuslichen Gewalt statt, in der die neue Konzeption der Polizeidirektion Göttingen vorgestellt wird.

Hintergrund für die offizielle Etablierung des Aktionstages 1999 durch die Vereinten Nationen (Resolution 54/134) war übrigens die Entführung, Vergewaltigung und Folterung dreier Schwestern und schließlich ihre Ermordung am 25. November 1960. Die Schwestern Mirabal waren in der Dominikanischen Republik von Militärangehörigen des damaligen Diktators Rafael Trujillo verschleppt worden. Sie gelten dort als Symbol des Widerstands gegen die Diktatur.

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