Öffentliche Toilette für Bahnhof Kreiensen

SPD: „Unwürdige Bedingungen für Reisende beenden“

Gleis 52 am Bahnhof Kreiensen
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Die SPD appelliert an die Einigungsfähigkeit der Deutschen Bahn, um die Toilettenanlage am Bahnhof in Kreiensen schnell und benutzerfreundlich zu realisieren.

Kreiensen – Bereits 2019 hatte die SPD-Fraktion in Einbeck eine Verbesserung der Situation für die Reisenden auf dem Bahnhof Kreiensen gefordert. Ein Kernpunkt ihres Antrages war die Schaffung einer öffentlichen Toilette für Reisende und Besucher:innen auf dem Bahnhof Kreiensen. Jetzt hat sie ihrem Antrag von 2019 Nachdruck verliehen. „Es ist an der Zeit!“

Auch in Kenntnis der Tatsache, dass die fehlende Toilette für die Reisenden auf dem Bahnhof Kreiensen nicht in der Verantwortung der Stadt Einbeck liegt, müsse die Stadt aber ein Interesse daran haben, hier Abhilfe zu schaffen: „Ein Bahnhof sei schließlich auch eine Visitenkarte der Stadt.“

Die ursprüngliche Frist für den Abschluss der Gespräche mit DB S&S zum 31. Dezember 2019 hat die SPD im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie und den ersten erfolgversprechenden Gesprächen zunächst nicht aufgegriffen. „Wir sehen jetzt allerdings den Zeitpunkt erreicht, die Realisierung einer öffentlichen Toilette auf dem Bahnhof Kreiensen endlich umzusetzen“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Klaus-Reiner Schütte.

Mit einem ergänzenden Antrag im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Sanierung am 6. Mai soll die Verwaltung beauftragt werden, nochmals Gespräche mit DB S&S sowie dem Eigentümer des Bahnhofsgebäudes mit einer Deadline zum 30. Juni zu führen. Seien sie bis zu diesem Zeitpunkt erfolgreich, solle umgehend mit den Planungen begonnen werden. Führten die Gespräche zu keinem Ergebnis, sei zum 1. Juli 2021 mit den Planungen für einen Solitärbau als Toilettenanlage auf städtischem Grundstück zu beginnen. Die erforderlichen Haushaltsmittel seien in einem Nachtragshaushalt für 2021 aufzunehmen.

Das macht nach Auffassung der SPD eine Übergangslösung aber keinesfalls entbehrlich. Denn jetzt und bis zum Abschluss der Planungs- und Baumaßnahmen stehe den Reisenden überhaupt keine Lösung zur Verfügung. Sie müssten ihre Notdurft derzeit unter unwürdigen Bedingungen verrichten. „Wer den Eindruck erweckt, man könne mit nur wenig mehr als den 25.000 Euro für die Übergangslösung eine dauerhafte schaffen, verkennt, dass auch die angestrebte Dauerlösung bewirtschaftet werden muss“, macht Schütte deutlich.

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