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Sinnbild für ein kreatives Um- und Querdenken

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Modenschau Blaudruck
Seit Monaten wird mit ortsansässigen Designern wie DetlofDesign und dem Label „craftarttextile“ der Firma Reichenbauch Wirkstoffe das cross-innovation-Potenzial des Blaudrucks ausgeschöpft. © Spieker Fotografie

Einbeck - Am Sonntag zieht Einbeck die Blicke auf sich, wenn Fachwerk Beine bekommt und auf extravaganten Designs über den Laufsteg läuft. Nicht nur Baukultur wird so in den Fokus gerückt, sondern auch das Kulturerbe des Blaudrucks - für das das Jahr 2022 als spezielles „EventJahr“ ausgerufen wurde. Beginn des OpenAirEvents ist am 19. Juni um 14 Uhr auf dem Marktplatz.

Mit dem Label FachwerkHooray hat es sich die Kulturschaffende und Künstlerin Patricia M. Keil zur Aufgabe gemacht, Menschen für die lokalen Fachwerkschätze zu begeistern. Sie lässt den Fachwerkmotiven der Stadt förmlich Beine wachsen. Schnitzkunst vergangener Zeiten, wie beispielsweise Einbecks urigen Neidköpfe, werden aufgegriffen und beherzt auf Kleidern und coolen Accessoires platziert. Die bisher einzigartige Darstellung von Baukultur in tragbarer Form wird zum Sinnbild für ein kreatives Um- und Querdenken. Eine Transformation von Sichtweisen und Denkstrukturen begeistert. „Durch ihre kunstvollen und teils einzigartigen Motive fesseln mich unsere Einbecker Fachwerkhäuser immer wieder auf’s Neue. Jetzt finden sich Muschelrosetten auf Kleidern und Fachwerkbalken auf Taschen wieder, wodurch es gelingt, neugierige Blicke auf sie zu ziehen“, so Fachwerkkünstlerin Patricia M. Keil.

Fachwerkkünstlerin Patricia M. Keil
Fachwerkkünstlerin Patricia M. Keil: „Durch ihre kunstvollen und teils einzigartigen Motive fesseln mich unsere Einbecker Fachwerkhäuser immer wieder aufs Neue. Jetzt finden sich Muschelrosetten auf Kleidern und Fachwerkbalken auf Taschen wieder.“ © Picasa

Neben Baukultur wird am Sonntag zum „Fachwerkkultur-Sommer“, aber auch ein weiteres Kulturerbe verrückt, denn auch die erste „open-air“-Blaudruck-Modenschau steht an! Seit Monaten wird mit ortsansässigen Designern wie DetlofDesign und dem Label „craftarttextile“ der Firma Reichenbauch Wirkstoffe das cross-innovation-Potenzial des Blaudrucks ausgeschöpft. „Die Zukunft des Blaudrucks liegt in den Händen der Werkstätten, die diese Technik über Jahrhunderte bewahrt haben, und in denen der jungen Kreativen, die sie neu entdecken.“ Diese Worte von Prof. Dr. Maria Böhmer (Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission), die bei der Verleihung der Auszeichnung zum immateriellen Kulturerbe vorgetragen wurden, verstehen die Konzert-& Kulturfreunde Einbeck e.V. als Trägerverein des Blaudruck-Jahres als Ansporn und auch als mit Leidenschaft angenommene Herausforderung. Es wurde upgecycelt, aus Tischdecken wurden Kleider, freche junge, noch nie dagewesene Designs sind entstanden, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

Kreative Menschen sind dazu aufgerufen, ihre Ideen für den Erhalt und die Entwicklung des Blaudrucks in einer stetig zu entwickelnden „Offenen Werkstatt“ Gesicht zu verleihen, hier lädt das BlaudruckLAB in der DruckerBande zum Experimentieren ein. Es soll attraktiv und vor allem auch einfach sein, sich mit dem Handwerk auszuprobieren. „Eine experimentelle Produktivität lässt sich in offenen Kreativräumen förmlich provozieren“, stellt Patricia M. Keil beim Blick auf das bereits Erreichte erfreut fest.

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