Bürger-Bus wäre eine sinnvolle Ergänzung

Ist nach den Worten von Geschäftsführer Christian Gabriel gut aufgestellt: Der Personennahverkehr der Einbecker Ilmebahn.

EINBECK (boe) – In seiner ersten Sitzung des neuen Jahres hat sich der Einbecker Seniorenrat in erster Linie mit dem „Personennahverkehr im Bereich der Stadt Einbeck“ befasst. Christian Gabriel, der Geschäftsführer der Ilmebahn, war als Experte zu Gast und hatte nicht nur interessante Informationen über sein Unternehmen mitgebracht, sondern machte auch deutlich, dass die Ilmebahn mit ihren stündlich verkehrenden und auch behindertengerecht ausgestatteten Stadtbussen in der Kernstadt einen echten „Premiumverkehr“ vorhalten würde und dass man auch mit den Verbindungen in Richtung Northeim und den Linien nach Dassel gut aufgestellt sei.

„Im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Kreiensen sieht das leider etwas anders aus“, erklärte Gabriel – hier werde der Busverkehr von einem anderen Anbieter bedient und braucht nach Auffassung des Zweckverbandes Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) auch nicht neu koordiniert zu werden. Doch gerade hier sei ein ergänzendes Angebot wie zum Beispiel ein Bürger-Bus-System äußerst sinnvoll, meinte Gabriel. Dann nämlich würde der Bereich Kreiensen nicht vom übrigen Stadtverkehr abgehängt, sondern könnten alle 46 Ortschaften der Stadt Einbeck abgedeckt werden. „In der Region Weser-Ems hat sich dieses System etabliert“, informierte Gabriel und ergänzte, dass der Bürger-Bus von einem eingetragenen Verein angeboten wird, der wiederum als Partner des Verkehrsunternehmen arbeitet. Ehrenamtliche Fahrer, die einen Personenbeförderungsschein besitzen, fahren mit Kleinbussen mit maximal acht Fahrgästen auf festgelegten Strecken, wobei die Finanzierung durch Fördergelder, Sponsoren, Fahrgelder und kommunalen Mitteln erfolgt. Weitere Möglichkeiten seien der jeweiligen Infrastruktur anzupassen. „Die Analyse des Bedarfs und die Änderungen des Fahrplans sind Sache des ZVSN“, betonte die Ilmebahn-Geschäftsführer, „und genau deshalb sind nicht wir der richtige Ansprechpartner, wenn es um den Bürger-Bus geht, sondern der ZVSN mit seinem Geschäftsführer Henning Stahlmann“. Das nahm der Seniorenrat zur Kenntnis und wird bei seinen weiteren Überlegungen zum Thema „Bürger-Bus“ nicht nur den ZVSN mit ins Boot holen, sondern auch Erfahrungen aus der Weser-Ems-Region mit einfließen lassen. Zu Beginn der Sitzung hatte das Gremium noch einmal des kurz vor Weihnachten überraschend verstorbenen Mitgliedes Herbert Klein gedacht, wobei der stellvertretende Vorsitzende Jürgen Steinhoff erklärte, dass man um einen Kollegen und einen Freund trauern würde, „der sich in unserem Seniorenrat mit ganzer Kraft für unsere Sache eingesetzt hat“. Besonders in seiner Funktion als Behindertenbeauftragter der Stadt Einbeck habe Klein seine Aufgaben mit viel Engagement und Standfestigkeit angepackt und erfüllt. „Herbert war kein laut auftretender Mensch“, fuhr Steinhoff fort, „er hat eher ganz ruhig und besonnen seine Dinge vorgebracht und konsequent verfolgt“. Klein habe in Einbeck viele kleine Verbesserungen für behinderte Menschen erzielt, dabei sei sein Rat auch von den Ratsmitgliedern und den Vertretern der Verwaltung angenommen worden. „Wir haben einen wertvollen Menschen und Mitstreiter verloren, der sich stets für die Verbesserung der Lebensumstände für Senioren und Behinderte in und um Einbeck eingesetzt hat“, betonte der stellvertretende Vorsitzende.

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