Letztes Teilstück an der Landesstraße 487 zwischen Einbeck und Volksen freigegeben

Radweg ist nun komplett

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Durchschneiden das obligatorische Flatterband und wünschen allseits gute Fahrt (von links): Dr. Sabine Michalek, Udo Othmer, Michael Wickmann und Meinolf Ziebarth.

EINBECK (boe) – „Was lange währt, wird endlich gut!“ Treffender hätte es Landrat Michael Wickmann wohl kaum formulieren können, als er am Montag den sowohl von Alltagspendlern als auch von Radtouristen lang ersehnten Radweg zwischen Einbeck und Volksen offiziell eröffnet hat. Sage und schreibe 27 Jahre hat es von den ersten Planungen bis zur Fertigstellung gedauert – jetzt griff der Landrat zusammen mit Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek, Udo Othmer von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim und Meinolf Ziebarth vom ADFC Northeim zur Schere und gab das 2.600 Meter lange Teilstück an der Landesstraße 487 frei.

„Bereits seit 1987 hat es den Wunsch nach einem Radweg zwischen Einbeck und Garlebsen gegeben“, blickte Othmer zurück und ergänzte, dass der Stein erst 2007 ins Rollen gekommen sei und der erste Abschnitt zwischen Garlebsen und Volksen trotz knapper Kassen begonnen werden konnte. 2009 sei es dann mit dem Teilstück zwischen Garlebsen und der Leinebrücke weiter gegangen, ehe 2011 der erste Bauabschnitt zwischen dem Ortsausgang Einbeck in Richtung Volksen bis zum Bahnübergang folgte. „Weitere drei Jahre später dürfen wir uns nun über die Fertigstellung des letzten Teilstückes und damit auch über den so genannten Lückenschluss in unserem Radwegenetz freuen“, sagte Othmer, der aber auch an die nicht immer einfachen Verhandlungen beim Grunderwerb erinnerte und hier der Stadt Einbeck seinen Dank für die Unterstützung aussprach.

Wie der Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr weiter mitteilte, ist der 2,6 Kilometer lange Abschnitt mit zwölf ¬Zen¬timeter dickem Beton gebaut worden, während im Anliegerbereich die Pflasterbauweise bevorzugt und an den Rübenverladestellen eine stärkere Betonschicht aufgebracht wurde. Wegen der Dammwirkung des neuen Radweges wurden 4.000 Kubikmeter Retentionsausgleich geschaffen – außerdem wurden Durchlässe verlängert, Schutzplanken erneuert und Leerrohre für die Stadtwerke verlegt. Insgesamt habe die Maßnahme 900.000 Euro gekostet. „In diesem Zuge ist bei halbseitiger Sperrung auch die Asphaltdecke der Straße erneuert worden“, erklärte Othmer und bezifferte die Kosten hier auf 350.000 Euro.

Die Betonbauweise sei ideal für Radfahrer, betonte Landrat Michael Wickmann – und das gelte für den täglichen Fahrradverkehr genauso wie für die touristische Nutzung. So sorge der jetzt fertig gestellte Abschnitt nicht nur für erheblich mehr Sicherheit, sondern komplettiere er auch den R1-Radweg, die D-Route 3 und den Leine-Heide-Radweg und füge sich somit hervorragend ein ins Radwegenetz des Landkreises Northeim. Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek schließlich stufte die gelungene Maßnahme als Teil der Wirtschaftsförderung ein und freute sich, dass der Lückenschluss es möglich mache, „dass Einbeck und die Ortschaften der ehemaligen Gemeinde Kreiensen weiter zusammenwachsen“. Ein dickes Lob richtete die Bürgermeisterin an Verwaltungsmitarbeiter Wilfried Kappei, dem die Einigung mit den Eigentümern entlang des neuen Radweges gut gelungen sei.

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