1. leinetal24
  2. Lokales
  3. Einbeck

Qualifizierten Einstieg in Pflegeberufe erleichtern

Erstellt:

Kommentare

null
Sind vom Erfolg des neuen Modells überzeugt (von links): Renatus Döring, Kathrin Düvel (beide BBS Einbeck) und Helgard Feldbinder (Diakonisches Bildungszentrum). © Foto: Boeckler

EINBECK (boe) – „Einstieg in Pflegeberufe“ beziehungsweise „Aufbaukurs Pflegeassistenz“ – so lautet das neue Angebot, mit dem sich die Berufsbildenden Schulen Einbeck, das Diakonische Bildungszentrum für Gesundheits- und Sozialberufe in Alfeld und die Agentur für Arbeit in Northeim jetzt gemeinsam an Arbeitslose sowie Wieder- und Quereinsteiger richten, die im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege, Altenpflege, Heilerziehungspflege und Familienpflege arbeiten möchten. Ziel ist der Erwerb einer entsprechenden Qualifikation, die gerade mit Blick auf den viel zitierten demografischen Wandel gute Beschäftigungsaussichten eröffnet.

„Ein solches kreisübergreifendes Angebot zwischen freien und öffentlichen Bildungsträgern ist gleich in mehrfacher Hinsicht ungewöhnlich“, erklärte BBS-Schulleiter Renatus Döring in einem kleinen Pressegespräch. Doch die Not in der Pflege sei groß, und man gehe davon aus, dass alle Beteiligten von diesem Modell profitieren können. Die Schule wolle Bildungsangebote nicht nur für Erstkräfte vorhalten, sondern denke auch an Wiedereinsteiger, die nach Familienpause oder wegen anderer Gründe im Beruf aussetzen mussten, ergänzte Kathrin Düvel, Abteilungsleiterin Sozialpädagogik, Pflege und Hauswirtschaft. Und da es sich hier um ein zertifiziertes Angebot handelt, sei man optimistisch, dass es gut angenommen werde.

Geeignet ist der Kurs also für Frauen und Männer nach Familien- oder Erwerbspausen – ganz unabhängig vom Alter. Voraussetzung ist der Hauptschulabschluss, Bildungsgutscheine können anerkannt werden. Außerdem ist Pflegeerfahrung gefragt. „Normalerweise wird für den Einstieg in den Pflegebereich ja der Realschulabschluss gebraucht“, betonte Helgard Feldbinder vom Diakonischen Bildungszentrum. So sei es schon etwas Besonderes, dass man im Rahmen dieses neuen Angebotes auch mit dem Hauptschulabschluss einsteigen und anschließend eine entsprechende Qualifikation erlangen kann. Schon am 9. Januar wird das erste Modul „Betreuungskraft in Pflegeheimen“ beginnen – hier sind innerhalb von zwei Monaten zwei Praktika und zwei Unterrichtsblöcke vorgesehen. Ab 5. März schließt sich Modul 2 „Helfer/in in der Pflege“ direkt an, auch hier sind wieder Theorie und Praxis gefragt. Am Ende (und zwar am 12. Juni) eine Kenntnisstandprüfung mit Zertifizierung auf dem Programm, und wer erfolgreich teilgenommen hat, kann im Anschluss eine Ausbildung in der Berufsfachschule Pflegeassistenz beginnen und diese sogar verkürzen. Innerhalb von anderthalb Jahren lässt sich somit ein Abschluss als Fachkraft Pflegeassistenz erwerben, erforderlich dafür ist der Vorbereitungskurs.

Alle Beteiligten sind vom Erfolg dieses Modells überzeugt. Weitere Fragen dazu beantworten die BBS in Einbeck (Kathrin Düvel, Telefon: 05561/949354, E-Mail: duevel@bbs-einbeck.de), das Diakonische Bildungszentrum für Gesundheits- und Sozialberufe in Alfeld (Helgard Feldbinder, Telefon: 05181/8290040, E-Mail: info@diakonsiches-bildungszentrum-alfeld.de) oder die Agentur für Arbeit Northeim (Telefon: 0800/455500, E-Mail: northeim.122-vermittlung@arbeitsagentur.de).

Auch interessant

Kommentare