Kernstadt-SPD informiert sich über Kläranlage am Uweweg

Projektsommer mit Aroma

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Gar nicht anrüchig und doch duftend: Die SPD-Besucher am Vierschnecken-Hebewerk der Kläranlage.

EINBECK (cmf) – Die SPD hat sich beim Projektsommer 2014 im zentralen Klärwerk am Uweweg über die weitgehend unproblematische Abwasserreinigung für Kernstadt (ohne Innenstadt) und Süd-Dörfer informiert – und die Situation in den dezentral entsorgenden Nord-Dörfern nachgefragt.

Alle gültigen Schadstoff-Grenzwerte werden erfüllt, was im zertifizierten Haus-Labor nachgewiesen wird. Nur noch sechs der 24 jährlich vorgeschriebenen Proben zieht der Landkreis Northeim als Aufsichtsbehörde.

Klärwerk-Leiter Bernd Droste erläuterte und zeigte der Besuchergruppe ausführlich Technik, Aufbereitung und Reinigungsleistung der mechanischen, vollbiologischen und – wenn nötig – chemischen Anlagenstufen. Das 2002 leistungsgesteigerte Klärwerk für maximal 72.000 Einwohnergleichwerte holt schädliche Kohlenstoffe, Stickstoffe, Phosphate und Phosphor aus dem Schmutzwasser, das durch 180 Kilometer unterirdische Kanäle herangepumpt wird. Bis zu 2,5 Millionen Kubikmeter (Auslastung 64.000 Einwohnergleichwerte) fließen durchs System und gut geklärt in die Ilme.

Die Abwasserreinigung der Einbecker Nord-Dörfer, so Droste, erfolgt in Ortskläranlagen, Kleinanlagen und Grundstücks-Klärteichen. Dazu sind die entsprechenden Verträge gültig, nachdem der Nord-Anschluss ans zentrale Klärwerk zugunsten transportleitungsfreier dezentraler Anlagen in den 1990-er Jahren verworfen wurde. Nur für Stroit ist die Abwasserreinigungspflicht wieder an die Stadtentwässerung zurück übertragen worden. Nach winterlichen Betriebsproblemen wird dort eine neue Kläranlage gebaut. Sie soll noch im Oktober in Betrieb gehen.

Der Klärschlamm aus zentralem Klärwerk und rund 300 Kleinanlagen darf derzeit weiter zur Düngung auf Feldern verklappt oder als Substrat für Landschaftsbaumaßnahmen genutzt werden. Bald sollen die Rückstände in Verbrennungsanlagen kommen. Wie und wo ist noch offen. Den hauseigenen Energiebedarf deckt das Klärwerk selbst. Das Klär-Methangas aus den Schlammfaultürmen kaufen die Stadtwerke für ihr Blockheizkraftwerk.

In der Alt-Gemeinde Kreiensen wird Abwasser in dezentralen Anlagen und im zentralen Klärwerk am Ortsausgang Richtung Beulshausen gereinigt. Dort gebe es auf absehbare Zeit genügend Kapazitäten, versicherte Droste. Nach der Eingliederung bestünden noch gültige „Abwasser-Verträge” bis 2024. Seit September 2013 arbeiteten die kommunalen Eigenbetriebe Stadtentwässerung und Wasserver- und Entsorgungsgesellschaft Kreiensen (WVEK) eng zusammen.

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