„Die Holtenser wollen ihre Brücke“

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Im September war einer der tonnenschweren Buntsandsteine, die die Brücke prägten, zerbrochen und in die Dieße gestürzt.

HOLTENSEN Seit September, als einer der beiden 3,5 Tonnen schweren Sollingbuntsandsteine in der Mitte zerbrochen und in die Dieße gekracht war, ist die kleine Fußgängerbrücke zwischen „Auf der Stiftsseite“ und „Alte Mühle/Unter der Trift“ im Einbecker Ortsteil Holtensen gesperrt. Doch die Holtenser haben alle Chancen, die Brücke wiederzubekommen, die das alte mit dem neuen Dorf verbindet und ihnen seit jeher als Querung der Dieße zum Park dient. Der Ortsrat legt sich für die Sanierung der aus Sicherheitsgründen gesperrten, knapp zehneinhalb Meter langen Brücke ins Zeug.

Mittlerweile sind auch die seitens der Stadt Einbeck für den ersatzlosen Brückenabriss vorgesehenen 6500 Euro in den städtischen Investitionsplan eingepflegt worden und könnten dem Ortsrat für die spätere Sanierung zugute kommen, sofern der Stadtrat dem Finanzplan so zustimmt.

Die weitere Sanierung allerdings ginge zu Lasten des Ortsrats: Der steht hinter dem Projekt und auch künftig zu seiner Unterhaltungspflicht. „Das ist schließlich unsere Brücke“, betonen Holtensens neuer Ortsbürgermeister Thomas Kahle und sein Stellvertreter, Heinrich Halbfass.

Im Ortsrat besteht Einmütigkeit darüber, die Brücke zu sanieren. Für den Investitionsaufwand sind über 20.000 Euro im Gespräch, wobei von der Stadt über die Abrisskosten hinaus keine finanziellen Mittel zu erwarten sind, zumal die die Brücke aufgrund der nur 41 Meter entfernt liegenden Straßenbrücke „Triftweg“ für ziemlich „entbehrlich“ hält.

 Dieser Auffassung mag sich der Ortsrat keinesfalls anschließen: „Die Holtenser wollen diese Brücke. Sie kennen es ja auch gar nicht anders“, sagt Thomas Kahle. Immerhin datiert einer der die Brücke ausmachenden Buntsandsteine aus dem Jahr 1854. Weil es mittlerweile schon aus dem Dorf Kaufangebote für die Buntsandsteinelemente gibt, will der Ortsrat sie den Holtensern zunächst unverbindlich zum Kauf anbieten: „Wir möchten schon, dass sie im Dorf bleiben.“ Der Verkaufserlös könnte dann in die Sanierung fließen. Bis zur nächsten Ortsratssitzung (30. Januar) hofft der Ortsrat auf Gebote aus der 600-Einwohner-Ortschaft: Es handelt sich um zwei Steine von 3,15 Metern Länge und 85 Zentimetern Breite, ein weiterer Stein ist 6,30 Meter lang und 85 Zentimeter breit; jeder der Steine weist eine Dicke von 30 Zentimetern auf.  Interessenten wenden sich möglichst umgehend an Ortsbürgermeister Thomas Kahle (05562/930135) oder seinen Stellvertreter Heinrich Halbfass (05562/539). con

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