Deike zur Strohmeier-Nachfolge: „Wird auf Kompromiss hinauslaufen“

Nicht übers Knie brechen

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Wer wird sein Nachfolger? Baudirektor Gerald Strohmeier geht im Herbst in Pension.

EINBECK (con) – Verwaltung und Politik sind weiter bemüht, ein Einvernehmen über die Neubesetzung der Leitung des Fachbereichs Bauen, Planen, Umwelt herzustellen. Im jüngsten Verwaltungsausschuss (VA) soll die Nachfolge von Baudirektor Gerald Strohmeier allerdings kein Thema gewesen sein.

Das erklärte „Verhinderungsvertreter“ Albert Deike, nachdem sich Bürgermeisterin und ihr allgemeiner Vertreter krankgemeldet hatten: „Das war nicht Gegenstand der Beratungen.“ Seine Chefin, Dr. Sabine Michalek, habe deutlich gemacht, dass es weiteren Gesprächsbedarf gebe, nachdem bisher kein Einvernehmen über einen möglichen Strohmeier-Nachfolger hergestellt werden konnte. Es mache keinen Sinn, die Sache bei einer so wichtigen Personalentscheidung übers Knie zu brechen. Aber es sei auch durchaus üblich, dass die Debatte vertraulich geführt werde. „Wir sagen nicht viel zu diesem Thema.“ Auch, um keinen der Kandidaten zu beschädigen... Es werde wohl auf einen Kompromiss hinauslaufen, zur nächsten VA-Sitzung am 18. Juni stehe die Personalie erneut auf der Tagesordnung.

Unterdessen erhebt der Fraktionsvorsitzender der Rats-CDU, Dirk Ebrecht, den Vorwurf gegen die SPD-Kollegen, Streitigkeiten zu provozieren und herbeizureden. Ein Streit bzw. eine neue Ausschreibung seien wenig hilfreich, stellte sich die Fraktion geschlossen hinter ihre Bürgermeisterin.

Dass die SPD den Auswahl-Vorgang als „Streit“ darstelle, bremse eine „vernünftige Zusammenarbeit“ und werde vor allem auf dem Rücken der verbleibenden Bewerber ausgetragen. In einem Schreiben, das der EULE zugespielt wurde, hat sich die Verwaltungschefin deutlich gegen den Favoriten von mindestens SPD und GfE ausgesprochen und ihr Einvernehmen versagt. Aus ihrer Sicht besteht die Gefahr, dass er an der Bürde des Amtes zerbrechen würde...

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