Eine Stadt in Bewegung

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Jochen Beyes (rechts) bekommt für sein besonderes Engagement von Christoph Bajohr und Florian Geldmacher die „Gläserne Eule“ überreicht.

EINBECK (boe) – Das Motto „Einbeck – eine Stadt in Bewegung“ hatte sich wie ein roter Faden durch den Neujahrsempfang der Einbeck Marketing InitiativGemeinschaft gezogen. Erst in den Grußworten vom Vorsitzenden Christoph Bajohr, von Einbeck Marketing-Geschäftsführer Florian Geldmacher und Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek, dann bei der Verleihung der „Gläsernen Eule“ an BürgerSpital-Treuhänder Jochen Beyes und nicht zuletzt bei den von Eberhard Schmah moderierten Talkrunden, in denen Stadt-Baurat Frithjof Look und Ilmebahn-Geschäftsführer Christian Gabriel, KWS-Vorstandssprecher Hagen Duenbostel und Pär Fasterling, der Geschäftsführer der Kurt König Baumaschinen GmbH, sowie Lothar Meyer-Mertel und Alexander Kloss vom PS.SPEICHER über verschiedene Maßnahmen plauderten, mit denen Einbeck in Bewegung gebracht werden soll.

Zu Beginn des Empfangs hatte Eberhard Schmah den „roten Faden“ zwar noch etwas schmunzelnd auf seine Person als Moderator bezogen, doch spätestens bei der Begrüßung von Christoph Bajohr wurde deutlich, dass das Thema „Bewegung“ im Mittelpunkt des Abends stehen sollte. So kam der Vorsitzende der Einbeck Marketing InitiativGemeinschaft zunächst auf eine Schlagzeile in der „Stuttgarter Zeitung“ zu sprechen, in der es hieß, dass Einbeck fast zu schön sei, um wahr zu sein. „Natürlich liest man eine solche Botschaft gern“, sagte Bajohr, „und natürlich sorgt sie auch für ein positives Image der Stadt. Aber unsere Aufgabe ist es, auch die Dinge in Angriff zu nehmen, die wir nicht so gerne thematisieren – wie zum Beispiel die unzureichende Vermarktung der Innenstadt.“ Und hier wäre es schön, wenn man den Fahrtwind (also die Bewegung) des PS.SPEICHERs als Rückenwind für die Entwicklung der gesamten Stadt aufnehmen könnte. Florian Geldmacher machte die Bewegung in Einbeck dann an vier echten Highlights im laufenden Veranstaltungsjahr fest. Zuerst nannte er die Benefizveranstaltung mit Eckart von Hirschhausen am 10. Februar im Wilhelm-Bendow-Theater, wegen der sogar die Ratssitzung verschoben wurde; außerdem verwies Geldmacher auf die Reihe „EIN Abend“ am 14. April bei mod, auf die Einbecker MusicNight am 27. August und natürlich auf das 42. Einbecker Eulenfest vom 7. bis 9. Oktober, bei denen die Einbecker (und ihre Gäste) allesamt in Bewegung sein werden. „Hinter einer Bewegung steckt auch immer eine Veränderung“, griff auch Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek den roten Faden auf – und tatsächlich hätte sich auch Einbeck in letzter Zeit sowohl personell als auch baulich ganz schön verändert. „Die heimische Wirtschaft hat investiert, damit es sich hier gut wohnen, leben und arbeiten lässt“, erklärte die Bürgermeisterin, die auch auf das Thema „Flüchtlinge“ einging und all denen dankte, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren. Einbeck werde sich durch den Zuzug der Menschen verändern, und die Integration sei eine bürgerschaftliche Aufgabe, für die Ausdauer und ein langer Atem benötigt werde und „für die wir unsere Komfortzone verlassen müssen“. Jochen Beyes, der Treuhänder des Einbecker BürgerSpitals, ist im Rahmen des Neujahrsempfangs der Einbeck Marketing InitiativGemeinschaft für sein besonderes Engagement für den Wirtschaftsstandort Einbeck mit der „Gläsernen Eule“ ausgezeichnet worden. „Danke für Ihren Rettungsdienst“, erklärte Vorsitzender Christoph Bajohr, „Sie haben das Krankenhaus gerettet, damit in Einbeck weiterhin Menschen gerettet werden“. „Wir treten alle gemeinsam dafür ein, dass das Einbecker Krankenhaus wieder gesund wird“, nahm Beyes die Auszeichnung stellvertretend für alle entgegen, die an diesem „eigentlich unmöglichen Projekt“ in den vergangenen drei Jahren mitgearbeitet und das Unmögliche möglich gemacht haben. Das Ergebnis könne sich sehen lassen, meinte Beyes – „es gibt eine gute Grundversorgung rund um die Uhr, die Akzeptanz aus der Bevölkerung ist groß, die Schulden sind getilgt, und die politische Unterstützung haben wir auch zurückgewonnen“. Gesundheit müsse als Vorsorge vor Ort vorhanden sein, deshalb hätten sich die Bürger mit Geld und Risiko für ihr Krankenhaus eingesetzt und werden das wohl auch weiterhin tun. Stadt-Baurat Frithjof Look und Ilmebahn-Geschäftsführer Christian Gabriel bildeten anschließend das erste Gespann einer dreiteiligen Talkrunde. Dabei berichteten sie über die „Magistrale der Baukultur“, über die geplanten Veränderungen am Busbahnhof in Einbeck und über die immer konkreter werdende Reaktivierung der Bahnstrecke von Einbeck-Mitte nach Salzderhelden. Nahtlos weiter ging das Podiumsgespräch mit KWS-Vorstandssprecher Hagen Duenbostel und Pär Fasterling, dem Geschäftsführer der Kurt König Baumaschinen GmbH. Beide Vertreter legten ein klares Bekenntnis ihres Unternehmens zum Standort Einbeck ab, und beide kamen auf aktuelle Baumaßnahmen zu sprechen. „Bauen macht uns einfach Spaß“, betonte Duenbostel, während „Nachbar“ Fasterling an die Modernisierung des Verwaltungsgebäude und der Werkstatt erinnerte, für die der Familienbetrieb rund fünf Millionen Euro aufgewendet hat. Lothar Meyer-Mertel und Alexander Kloss schließlich hatten den PS.SPEICHER zum Thema und stellten in ihrem Gespräch mit Eberhard Schmah heraus, wie wichtig eine Anbindung der Erlebnisausstellung an die Innenstadt sei. Hier sei der Anfang mit dem im Sommer eingeweihten PS-Pfad bereits gemacht. „Schön ist, dass die Stadt hinter dem PS.SPEICHER steht“, meinte Kloss, während Meyer-Mertel deutlich machte, dass die für Anfang September geplante PS-Halle keine Stadthalle für Einbeck werden würde, sondern eine Event-Halle, die zunächst die Ausstellungsfläche des Oldtimer-Museums erweitern soll. Musikalisch umrahmt wurde der Empfang von Melina Schikorr und Victoria Strauß von der Mendelssohn Musikschule, die von Ellen Wolpert am Piano begleitet wurden.

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