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Ministerin informiert sich über Inklusion in der Jugendarbeit

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Mindeststandards und Entwicklungsziele zur Gleichstellung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen im Landkreis Northeim sind bisher landesweit einmalig. Von links Ministerin Cornelia Rundt, Simone Pleyer, Katharina Hasselmann, Andrea Berger-Nowak (alle Nds. Landesjugendamt) und Andreas Kohrs (Kreisjugendpfleger) beim Kickern am gemeinsamen Stand des Landesjugendamtes und der Kreisjugendpflege.

LANDKREIS NORTHEIM Niedersachsens Sozialministerin, Cornelia Rundt, hat in Hannover den ersten „Landesaktionsplan Inklusion“ vorgestellt. Das Ziel: Menschen mit Behinderungen in vollem Umfang am gesellschaftlichen und kulturellen Leben, in der Bildung und am Arbeitsmarkt teilhaben zu lassen. Dazu eingeladen war auch die Jugendpflege des Landkreises Northeim – für gelungene Beispiele außerschulischer Inklusionsarbeit.

Gemeinsam mit der Stadtjugendpflege Dassel, dem dortigen Jugendring und dem Beirat für Menschen mit Behinderungen wurde auch ein von behinderten und nicht behinderten Kindern und Jugendlichen gebauten Kicker präsentiert, der die praktische Umsetzung eines Inklusionsprojektes veranschaulichte.

Ministerin Rundt informierte sich mit dem Präsidenten des Niedersächsischen Landesamtes für Soziales, Jugend und Familie, Christian Armborst, an dem Gemeinschaftsstand über die Aktivitäten zur Umsetzung der Inklusion.

Der Landkreis Northeim befasst sich bereits seit 2008 mit der Gleichstellung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung in der Kinder- und Jugendarbeit. Das Ergebnis des Prozesses bilden die zuletzt 2015 geänderten Mindeststandards und Entwicklungsziele zur Gleichstellung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen, die bisher landesweit einmalig sind.

So hat der Landkreis Northeim in den vergangenen Jahren zahlreiche Angebote der Kinder- und Jugendarbeit in enger Abstimmung mit dem Beirat für Menschen mit Behinderungen entwickelt und gefördert.

Dazu gehören Angebote der Kinder- und Jugendarbeit:

Dialog im Dunkeln, Bau von Inklusions-Kickern und entsprechende Begegnungen mit behinderten und nicht behinderten Jugendlichen und Kindern, Konzert-, Film- und Theaterveranstaltungen zur Inklusion, Inklusives Musikprojekt mit NachwuchsmusikerInnen, Blindenfrühstück, etc.

Barrierefreiheit und Mobilität

Stadterkundung zur Barrierefreiheit, Anschaffung und Ausleihe von Rampen und Rollstühlen, Stationäre Installation von Rampen für Jugendräume und Jugendvereine, Ausleihe eines barrierefreien Toiletten-Containers für eine Großveranstaltung, Umsetzung von Barrierefreiheit bei Baumaßnahmen von Jugendeinrichtungen, Installierung von Blindenleitstreifen sowie barrierefreie Homepagegestaltung.

Assistenz

Förderung des Einsatzes von Assistenzkräften bei Freizeiten, den kommunalen Ferienaktionen, Jugendbegegnungen, bei der Teilnahme an Gruppenabenden und Veranstaltungen.

Qualifizierung und Weiterbildung

Regelmäßige Fachtagungen, Anschaffung von Roll-

stühlen für die Juleica-Ausbildung, Leichte Sprache, Juleica- und Bildungsveranstaltungen zur Umsetzung der Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit. Auch die Einrichtung eines Internetportals mit dem Beirat für Menschen mit Behinderungen beim Landkreis Northeim, gehört zu den erfolgreichen Projekten.

Viele der im Landesaktionsplan geforderten Maßnahmen sind somit im Landkreis Northeim bereits beispielhaft umgesetzt.

„Ich hoffe, dass das Land Niedersachsen nun auch die finanziellen Voraussetzungen für Unterstützung und Förderung von inklusiv ausgerichteten Angebote, Projekte und Maßnahmen in der Kinder- und Jugendarbeit schafft“, so Kreisjugendpfleger Andreas Kohrs, der sich ein entsprechendes Modellprogramm vorstellen könnte.

Zu erreichen ist die Kreisjugendpflege beim Landkreis Northeim unter der Telefonnummer 05551/708221 und E-Mail akohrs@landkreis-northeim.de.

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