Zum Ende des Nazi-Terrors im Mai 1945

„8. Mai sollte offizieller Feiertag werden“

Eva Brunnemann zum 8. Mai auf Einbecker Marktplatz
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Eva Brunnemann (Die Linke) appelliert in Einbeck an alle demokratischen Kräfte, gegen Rechts zusammen zu stehen.

Einbeck - Unter Applaus hat Eva Brunnemann von der Partei Die Linke während der gemeinsamen Veranstaltung des demokratischen Bündnisses „Einbeck ist bunt“ und Seebrücke Einbeck anlässlich des Tages der Befreiung am 8. Mai 1945 das Land Niedersachsen aufgefordert, den Tag des Kriegsendes vor von vor 76 Jahren und das Ende des Nazi-Terrors zum staatlich anerkannten Feiertag auszurufen.

Brandenburg, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern machten es vor, erklärte Brunnemann, die forderte, „Niedersachsen sollte sich dieser Initiative anschließen“. Gleichzeitig appellierte sie an alle demokratischen Kräfte, gegen Rechts zusammen zu stehen. Strafverfolgungsbehörden und Polizei seien auf dem rechten Auge blind, erklärte Brunnemann anhand von Zitaten aus Zeitungsartikeln aus Niedersachsen zum Beweis. So habe eine Staatsanwaltschaft bei einem Vorfall keine rechte Gesinnung erkennen können, obwohl Wände mit fremdenfeindlichen Parolen und verfassungsfeindlichen Symbolen beschmiert worden waren. Die Anschläge von Nazis zeigten, dass es sich keineswegs um verirrte Einzeltäter handele, die „leider mal in den falschen Chat geraten sind: Dass sie gefährlich sind, das muss in den Köpfen ankommen“. Es müsse sich etwas in den Köpfen von Polizei, Justiz, Politik und Verwaltung ändern: „Überall muss das rechte Auge geöffnet werden.“ Die, die wirklich Aufklärung leiste, sei tatsächlich die Antifa. Mit Pöbeleien, die Linken seien genauso schlimm wie die Rechten, müsse endlich Schluss sein. Denn wer so argumentiere, mache viel kaputt. con

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