Landtagspräsident Bernd Busemann erhält Bierorden der GdKE und Brauhaus AG

„BB“ trinkt gerne Einbecker

Bekennender Biertrinker Bernd Busemann (M.) – ein ausgewiesener Karnevalist und damit würdiger Träger des 22. Einbecker Bierordens. Links Laudator MdB Dr. Roy Kühne, rechts Karnevalspräsident Albert Eggers.

EINBECK (con) – Allein vor der verschlossenen Tür des Alten Rathauses – „wie komme ich hier rein?“ Er schaffte es schließlich doch, der Grauhaarige mit dem listig-verschmitzten Lächeln – schloss sich den Kappenträgern an, die nebenan die Stufen zum ehrwürdigen Gemäuer erklommen, wartete brav in der Schlange, während seine Dienst-Limousine – ein bisschen unorthodox vielleicht – unterm Till parkte. So ratlos Bernd Busemann zuvor noch gewirkt haben mochte – im Saal flogen dem neuen Träger des Einbecker Bierordens die Herzen der Bierstädter auf Anhieb zu.

Den großen Bierhumpen der Einbecker Brauhaus AG leerte „BB“ stehend auf „ex“. Ebenso launig beredt sollte auch die Rede des bekennenden Biertrinkers sein, der freimütig einräumte, „bei der Stadt Hannover schon aktenkundig“ zu sein, und zwar – so man dem Internet Glauben schenken darf – mit 0,9 Promille. Dabei hatte ausgerechnet er als Niedersächsischer Justizminister 2010 noch die Herabsetzung der Promillegrenze von 0,5 auf 0,3 gefordert: Mit diesem Vorstoß wäre er, so Brauhaus-Geschäftsführer Martin Deutsch, wahrlich noch nicht „reif“ gewesen für die Ehrung, die ihm nun bevorstand. Für die 22. Verleihung des Einbecker Bierordens hatten die Einbecker Gesellschaft der Karnevalsfreunde und die Brauhaus AG wahrhaftig keinen Glaubwürdigeren als Bernd Busemann auswählen können... „BB“ steht seit 2013 dem Niedersächsischen Landesparlament als Landtagspräsident vor, kämpft zurzeit mit den Unbilden des Plenarsaal-Umbaus. Ob den Arbeitern wohl Bier helfen würde wie weiland den Ägyptern beim Bau der Pyramiden, die nachweislich vier Liter täglich davon tranken, „weil das gesünder war als das damals schon versaute Nilwasser“? Als einen, der so markige Sprüche liebt, hatte Busemann schon Intimfeind Wulff beschrieben. Auch als einen, der wohl keine Feier auslässt:  „Ihr seid eine tolle Truppe, unter der ich mich wohl fühle“, bekannte Busemann denn auch in Einbeck und outete sich sogleich als ausgewiesenen Karnevalisten und sogar Ehrensenator des Papenburger Carneval-Vereins. Damit war auch das zweite Kriterium seiner Wahl als würdiger Träger des Einbecker Bierordens geritzt:  sein nachhaltiger Einsatz für das „Brauchtum Karneval“. Seine Erwiderung als frisch gebackener Ordensträger war so gar nicht von schlechten Eltern, dass der begeisterte Karnevalspräsident Albert Eggers ihn schon abwerben wollte: „Solche Leute brauchen wir in der Bütt – und in der Politik.“ Dass Entertainer Busemann in jeder Bütt zuhause ist, blieb an diesem Abend unbestritten. Unerreichbar sein Telefonat mit „Mutti “, der er schon ihren Nachfolger im Kanzleramt avisierte. Den hatte er an jenem Abend bei der Ordensverleihung ausgemacht: nein, nicht DRK (Dr. Roy Kühne) – es ist KKH (Klaus Karl Hermann) Lindemann! Ahnung habe der Polit-Newcomer zwar auch nicht, aber er bekenne sich dazu, „und die Leute mögen das“.

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