Bündnis-Grüne: „Nein zu Atomtransporten durch unsere Region“

Kreiensen wäre sonst das „Atom-Drehkreuz“

Demonstranten vor ehemaligem AKW Würgassen
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Im März demonstrierten rund 500 Menschen am stillgelegten Atomkraftwerk Würgassen gegen die Pläne der Gesellschaft für Zwischenlager, in Würgassen das zentrale deutsche Atommüll-Zwischenlager für mittel- und schwachradioaktiven Abfall zu bauen. Dazu aufgerufen hatte die BI Atomfreies Dreiländereck. 

Region/Kreiensen ­­– Bündnis 90/Die Grünen im Kreisverband Northeim-Einbeck lehnen ein „Atom- Drehkreuz“ in Kreiensen für mögliche Atommüll-Transporte in den Schacht Konrad bei Salzgitter ab.

Die Sorgen der Menschen seien berechtigt, dass die Bahnstrecken im Landkreis Northeim und Holzminden für die Logistik der Atommüll-Verschiebung genutzt würden, heißt es in einer Mitteilung des Kreisverbandes. Da der „antiquierte Schacht Konrad“ offensichtlich nicht mehr dem Stand von Wissenschaft und Technik entspreche, habe erst vor kurzem ein breites gesellschaftliches Bündnis die Beendigung dieser „Uralt-Pläne“ in Hannover gefordert. Es sei nun „sehr wahrscheinlich“, dass die Einlagerung bei Salzgitter trotz Genehmigung nicht kommen werde. Dennoch platzten die aktuellen Zwischenlager aus allen Nähten, betonen die Bündnis-Grünen.

Der „intransparente Deal“, in Würgassen ein „gigantisches Endlos-Zwischenlager“ zu planen, könnte noch wie ein Kartenhaus zusammenbrechen, meinen die Grünen. Sie vermuten, dass hier „der alte Kungel in Hinterzimmern“ praktiziert wurde und rufen dazu auf, sich z.B. der Bürgerinitiative Atomfreies Dreiländereck e.V. (www.atomfreies-dle.de) anzuschließen und den öffentlichen Druck zu erhöhen: Transparenz und sinnvolle Logistik müssten erstritten werden. „Germanys next Atom-Hotspot wird in unserer Region geplant. Die unnötigen Transportwege sprechen nicht für eine enkeltaugliche, nachhaltige Planung.“ Alternativ schlagen die Grünen die Stärkung der dezentralen Zwischenlager und die Schaffung einer demokratischen Transparenz vor.

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