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Was kann ich tun, wenn die Schuldenfalle zuschnappt?

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Freuen sich über das gelungene Kooperationsprojekt „Schuldenfalle 2.0“ (von links): Olga Mantai, Michael Pankalla, Marco Spindler, Niclas Mehne, Jan-Patric Ziegler, Henrieke Conrad und Andreas Wobst. © Foto: Boeckler

EINBECK (boe) – Shoppen war noch nie so einfach wie heute. Über das Internet sind Produkte Tag und Nacht ver- fügbar und mit wenigen Klicks bestellt. Doch das Einkaufen ist nicht nur bequem, sondern auch mit vielen Risiken behaf-tet. Aber was kann ich tun, wenn ich bei meiner Jagd nach vermeintlichen Schnäppchen den Überblick über den eigenen Kontostand verliere, wenn die Schuldenfalle langsam, aber sicher immer weiter zuschnappt, wenn ich dringend Hilfe vom Experten brauche? Diesen Fragen sind die Volksbank Einbeck und das Diakonische Werk Leine-Solling in ihrem Kooperationsprojekt „Schuldenfalle 2.0“ nachgegangen und haben von Niclas Mehne den gleichnamigen Film drehen lassen. Unter www.webschulden.de kann der rund achtminütige Streifen heruntergeladen werden und soll vor allem jun-ge Leute für dieses Thema sensibilisieren.

Gemeinsam mit Volksbank-Vorstand Andreas Wobst, Volksbank-Mitarbeiter Michael Pankalla und Marco Spindler, dem Leiter des Diakonischen Werkes in Einbeck, hat Mehne den von „Easy Credit“ ausgezeichneten Film jetzt vorgestellt – mit dabei waren auch die Schauspieler Henrieke Conrad und Jan-Patric Ziegler sowie Volksbank-Mitarbeiterin Olga Mantai, die sich im Film selbst gespielt hat. „Rund zwei Drittel der Deutschen kaufen im Internet ein“, informierte Spindler am Rande der Präsentation, „bei den 14- bis 29-Jährigen sind es sogar 76 Prozent“. Der Umsatz habe sich in den vergangenen Jahren auf fast 40 Milliarden Euro gesteigert, die Tendenz sei weiter steigend. Nicht zuletzt durch Smartphone und Tablet sei das Internet überall verfügbar und werde gerade von den Jüngeren genutzt. Gleichzeitig seien Jugendliche aber auch entsprechenden Gefahren ausgesetzt. So verführe die Anonymität zu einem vorschnellen Kauf, sei die Hemmschwelle niedriger und würden vermeintliche Rabatte zusätzlich locken. „Durch Drei-für-Zwei-Aktionen spart man nicht, sondern gibt man mehr Geld aus“, machte Spindler deutlich – außerdem würden die Unternehmen mit immer größer werdener Perfektion daran arbeiten, dass der Kauf mit möglichst wenig Klicks perfekt gemacht wird. „Somit besteht zwischen dem Kaufimpuls und der verbindlichen Warenbestellung ein extrem kurzer Zeitraum, der eine überlegte Kaufentscheidung erschwert und schnelle Kaufabschlüsse forciert“, ist auch im Booklet zum Film nachzulesen.

„Jugendliche, Eltern und vor allem auch Schulen sollen für das Thema sensibilisiert werden“, lautet die Botschaft von „Schuldenfalle 2.0“, und über das Internet wird der Film den Zielgruppen zugänglich gemacht. Auch die Aufforderung „Bleib mit Deinen Schulden nicht allein! Hol Dir Hilfe bei Eltern, Freunden und/oder einer anerkannten Schuldnerberatung!“ wird transportiert. „Die Resonanz ist bisher erstaunlich gut“, freute sich Spindler, „sowohl Schulen als auch private Bildungsträger haben den Film bereits bestellt oder heruntergeladen“. Und ergänzte: „Wer ihn über das Internet (www.webschulden.de) bewertet, kann eine Digitalkamera im Wert von 200 Euro gewinnen.“ In der Eingangshalle der Haupt-Geschäftsstelle der Volksbank wird der Film im Rahmen einer kleinen Präsentation gezeigt, dazu gibt es das Book-let und eine Info-Wand.

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