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Kalte Kirche fürs Klima

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Dirk Rose im Heizungsraum der Münsterkirche
Die große Heizung im Keller der Münsterkirche müsste tagelang laufen, um den Innenraum der Münsterkirche zu heizen. © Kirchenkreis Leine-Solling

Einbeck – Die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde lädt zum letzten Sonntagsgottesdienst der zu Ende gehenden Weihnachtszeit ein. Am Sonntag, 30. Januar, wird in der Münsterkirche ab 10 Uhr noch einmal ein Gottesdienst unter dem Weihnachtsbaum gefeiert.

Pastor Daniel Konnerth und Kantorin Ulrike Hastedt gestalten den Gottesdienst, in dem sich thematisch alles um das Licht dreht. So erklingen unter anderem Choralbearbeitungen zum Wochenlied „Morgenglanz der Ewigkeit“.

Der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde hat beschlossen, dass die Münsterkirche am kommenden und dem darauffolgenden Sonntag nicht geheizt wird. Die große Hallenkirche aus der Kälte auf die übliche Gottesdiensttemperatur von 15 Grad aufzuheizen, koste die Kirchengemeinde etwa 800 Euro. „Aber es geht in erster Linie nicht um die Kosten“, erklärt Pastor Daniel Konnerth, „wir wollen ein Zeichen setzen, dass wir den CO2-Ausstoß reduzieren müssen und den menschengemachten Klimawandel bremsen können.“

Die Münsterkirche ist eine der größten Hallenkirchen Norddeutschlands, ihr Innenraum fasst etwa 25.000 Kubikmeter Luft. Für Gottesdienste unter Corona-Bedingungen hat das durchaus Vorteile. Für das Heizen dieser Luftmenge bedeutet das allerdings, dass die große Heizung im Keller der Münsterkirche tagelang laufen muss. „Die großen Kirchen sind nicht zum Heizen erbaut worden“, so Konnerth, „sondern zum Singen und Beten. Umso mehr freuen wir uns, dass wir in absehbarer Zeit ein neues Gemeindehaus am Stiftplatz haben, in dem zukünftig die Winterkirche stattfinden kann.“

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