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„Frech, wild und wunderbar“

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Dankeschön mit Blumen für 50 Jahre Vereinstreue: (v.l.) die stellvertretende Vorsitzende der LandFrauen am Solling, Ulrike König, Vorsitzende Carola Creydt, Beraterin Heidrun Sander, Magdalene Ziegler, Christa Ebbighausen. Edith Melching, Landesvorsitzende Barbara Otte-Kinast, Ingrid Kloppner, Ruth Sievert, Vize-Kreisvorsitzende Irene Strohmeyer und Herta Schoppe. Die Ehrung für Inge Aßmann wird nachgeholt. © Foto: Warnecke

DASSEL „Wir LandFrauen Am Solling sind eine starke Gemeinschaft“, schloss Susanne Schoppe ihren Rückblick auf die 50-jährige Geschichte der Dasseler LandFrauen und erntete den begeisterten Beifall der Jubiläumsgäste in der Deutschen Eiche.

Im vergangenen halben Jahrhundert haben die LandFrauen aus Dassel, Hilwartshausen, Lauenberg, Sievershausen und Relliehausen allerhand auf die Beine gestellt. Ihre Vortrags-Themen sind vielseitig, z.B. Hauswirtschaft, Gesundheit, Ernährung, Verbesserung des Lebens auf dem Lande und Reisen. Einen festen Platz haben Tages- und Mehrtagefahrten, die alle drei Jahre stattfindende Erntedankaktion mit den beiden anderen LandFrauenvereinen im Altkreis Einbeck sowie der alle vier Jahre stattfindende gemeinsame KreislandFrauentag.

Dassels Bürgermeister Gerd Melching hob die Bedeutung der LandFrauen für den ländlichen Raum hervor. Unter anderem erinnerte er an den Beitrag der LandFrauen anlässlich der großen 700-Jahr-Feier Dassels.

Der Landvolkvorsitzende Hartmut Danne bezeichnete die LandFrauen als „ganz tollen Ansprechpartner für Projekte“. Darüber hinaus seien sie eine „Chance für die Zukunft des ländlichen Raumes“. Mit der stellvertretenden Vorsitzenden des Kreisverbandes, Irene Strohmeyer, war er sich einig, dass der Verein viele neue Mitglieder verdiene.

Als Vertreterin der Volksbank Sievershausen sortierte Sabine Aßmann die Vereinsgründung von 1967 humorvoll in weitere Ereignissen des Jahres ein: als der Farbfernsehen Einzug in deutsche Wohnzimmer hielt und Christiaan Barnard das erste Herz transplantierte. Seit Beginn auf Krügers Saal hätten sich die LandFrauen kontinuierlich zu einer festen Größe in den entwickelt.

In die Reihe der Gratulanten, die dem Jubiläums-Verein ein „Flachgeschenk“ überreichten, ordnete sich überraschend Heinz Voß ein, der namens Ehefrau Marie-Luise, einer der früheren Dasseler LandFrauen-Vorsitzenden, den „bewussten“ Umschlag übergab.

Als frech, wild und wunderbar“ bezeichnete Landesvorsitzende Barbara Otte-Kinast die LandFrauen und lieferte die Begründung gleich mit: Die 268 LandFrauenvereine in ihrem Zuständigkeitsbereich setzten sich vielseitig ein, wie etwa für eine bessere medizinische Versorgung im ländlichen Raum. Eine dieser frechen“ Vorschläge der LandFrauen sei etwa, dass nicht nur der Numerus Clausus über einen Medizinstudienplatz entscheiden dürfe, sondern drei Prozent der Studienplätze an junge Leute zu vergeben seien, die sich dann verpflichteten, später auf dem Land zu praktizieren. Kürzlich sei es zudem „endlich“ gelungen, die Zusage des niedersächsischen Landwirtschaftsminister für drei weitere Förder-Jahre des LandFrauen-Erfolgsmodells „Kochen mit Kindern" zu erhalten. Zurzeit liefen außerdem Verhandlungen über die Vermeidung einseitiger Angebote in Kinder-Kantinen.

„Wir werden gehört“, versicherte Otte-Kinast. Des weiteren führte sie Gespräche mit Minister Meyer bezüglich der Rückkehr des Wolfes und mit Sozialministerin Cornelia Rundt wegen der Seminare „Erfolg wird weiblich“ an. Erfolg habe außerdem die Strategie „Dialog statt Konfrontation“ bei Demos: „Redet mit uns, statt über uns – wir machen euch satt“ führe inzwischen auch in Orten wie Einbeck zu einer fundierten Aufklärung der Bevölkerung aus erster Hand – beispielsweise über „Massentierhaltung“. Die LandFrauen gelten als Bildungsträger im ländlichen Raum. 8.683 Bildungsmaßnahmen im Jahr 2015 mit 225.309 Teilnehmern sprächen für sich. Im gleichen Jahr seien niedersachsenweit 2.365 neue Mitglieder beigetreten. Die Mitgliederzahl bewege sich jetzt bei 70.000. Otte-Kinast dankte insbesondere den Ortsvertrauensfrauen: Sie seien die „Seelen der Vereine“. Als jüngstes Mitglied der LandFrauen Am Solling legte Christina Creydt (28) mit Marian Hasselmann als „Günter & F

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