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Israelsonntag: Gottesdienst in alter Synagoge

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Pfarrer Jürgen-Peter Lesch
Pfarrer Jürgen-Peter Lesch. © Privat

Einbeck – Für den 21. August lädt die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde zu einem besonderen Gottesdienst an einem besonderen Ort ein – um 10 Uhr in die Alte Synagoge in der Baustraße 15a. An diesem „Israelsonntag“, der eine lange und wechselhafte Geschichte hat, stehen das Nachdenken über die jüdischen Wurzeln des christlichen Glaubens und das Verhältnis von Christen und Juden im Mittelpunkt.

Die Predigt hält Pfarrer Jürgen-Peter Lesch. Darin wird er u.a. Jesu Stellung zum jüdischen Gesetz, der Tora, beleuchten, wie sie in der Bergpredigt des Evangeliums nach Matthäus überliefert ist. Die Musik und Liedbegleitung im Gottesdienst wird Heejung Kopisch-Obuch übernehmen.

Pfarrer Jürgen-Peter Lesch ist in Einbeck aufgewachsen. Nach dem Theologiestudium war er Vikar in Rehburg-Loccum. Im Anschluss an das zweite Examen war er zunächst in der Kirchengemeinde Faßberg in der Lüneburger Heide tätig, dann von 1984 bis 1989 mit je einer halben Stelle als Gemeindepastor in den Kirchengemeinden Dassensen-Rotenkirchen und Wellersen und als Schulpastor an der Paul-Gerhardt-Schule Dassel. Danach wechselte er in die Evangelische Kirche im Rheinland und wurde dort Landespfarrer für Schülerinnen- und Schülerarbeit.

Von 2001 bis 2007 leitete Lesch die Geschäfte des Projekts „Septuaginta Deutsch“ und war Mitherausgeber begleitender wissenschaftlicher Veröffentlichungen zur Septuaginta-Forschung. Die Septuaginta ist die Übersetzung der Hebräischen Bibel, des Alten Testaments, ins Griechische. Sie ist zwischen 250 v.Chr. und 100 n.Chr. entstanden. Mit ihrer Hilfe war es in den ersten christlichen Gemeinden möglich, Texte des Alten Testaments in der ihnen vertrauten griechischen Sprache zu lesen. Von 2007 bis 2017 war Jürgen-Peter Lesch im Kirchenamt der EKD - zunächst im Projektbüro Reformprozess „Kirche im Aufbruch”, später als Geschäftsführer der Revision der Lutherbibel 2017, die zum Reformationsjubiläum erschienen ist.

Nachdem er im Jahr 2017 in den Ruhestand ging, arbeitete er an der Überarbeitung der BasisBibel, die 2021 veröffentlicht worden ist. Diese Übersetzung ist von Anfang an für das Lesen am Bildschirm und die Verwendung in den sozialen Medien konzipiert worden. Im vergangenen Jahr hat Jürgen-Peter Lesch sich zu einem Bibelerzähler ausbilden lassen. Gegenwärtig predigt er gelegentlich in Gottesdiensten und hält Vorträge über die unterschiedlichen Bibelübersetzungen, an denen er mitgewirkt hat.

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