Klimaschutzprojekt mit der Stiftung „Zukunft Wald“

In Markoldendorf entsteht ein Schulwald

Erster Spatenstich Baum pflanzen Schulklasse aus Markoldendorf
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Spatenstich für einen „bunten Wald“: Naturschutzbeauftragter Gert Habermann, Elisabeth Hüsing und Schulleiter Philipp Trompell zeigen den Kindern, wie man einen Baum pflanzt. Denn danach pflanzen die Jungen und Mädchen ihren Wald weiter an.

Markoldendorf – „Pflanzt nicht Worte, sondern Bäume!“ Der Kooperationsvertrag zwischen Stadt Dassel, Markoldendorfer Kleeblattschule und der Stiftung „Zukunft Wald“ ist besiegelt. Auf dem 2000 Quadratmeter großen Flurstück Reith entsteht ein Schulwald.  

Gerade erfolgten die feierliche Unterzeichnung und der erste Spatenstich unter freiem Himmel. „Und wenn morgen die Welt unterginge, würd ich heut noch ein Apfelbäumchen pflanzen...“ : Dieses Luther-Zitat wandelte Schulleiter Philipp Trompell ab – „...dann würde ich heute noch einen Wald pflanzen“. Der Anfang ist jedenfalls gemacht.

Die Vision für die Realisierung des nachhaltigen Umwelt- und Klimaschutz-Projektes in Markoldendorf hatte Ortsbürgermeister Uwe Jahns. Die Stiftung übernimmt die Kosten für Planung, Gestaltung und Umsetzung des Schulwaldprojektes, die Stadt ist als Pächterin mit im Boot, und der Markoldendorfer Ortsrat übernimmt die jährlichen Pachtkosten. 

Über 500 Bäume und Sträucher sollen in diesem Jahr nach dem detailliert ausgearbeiteten Pflanzplan des erfahrenen Naturschutzbeauftragten des Landkreises Northeim, Gert Habermann aus Einbeck, gepflanzt werden; drei Obstbäume pflanzten Schulleiter Philipp Trompell,  Gert Habermann und Elisabeth Hüsing von der Stiftung Zukunft Wald schon einmal gemeinsam mit den Kindern anlässlich des feierlichen ersten Spatenstichs. Habermann, der mit dem Schulwald in Markoldendorf mittlerweile die Gestaltung des zehnten Schulwaldes allein im Landkreis Northeim begleitet, versprach den Kindern einen „ganz, ganz bunten Wald“ mit 275 Laub- bäumen, 250 Sträuchern und auch 15 Obstbäumen. Von diesem Generationenprojekt würden viele Menschen profitieren. Denn „von den Bäumen, die Ihr heute pflanzt, werden die Menschen in 100, ja, in 200 Jahren noch etwas haben“. Das sieht auch Bürgermeister Gerd Melching so: Zudem könnten die Kinder hier „eintauchen ins echte Leben“, den Wald mit allen Sinnen erleben und fühlen. Als außerschulischer Lernort sei er auch eine Herausforderung für die Schule. Hier entstehe eine begreifbare, lebendige Perspektive des Lebens, betonte auch Schulleiter Trompell; das sei eine gute Ergänzung zur digitalen Welt, die nur „durch die Glasscheibe“ zu sehen sei. Der Wald aber sei voller Leben, er eröffne sich den Menschen im echten Leben, sei anfassbar, erlebbar, und es sei beobachtbar, was hier wachse. 

Welche Gedanken sich schon GrundschülerInnen um den Wald machen, förderte eine aktuelle Umfrage an der Kleeblattgrundschule zutage: „Wir brauchen den Wald zum Leben, und wenn der Wald abgeholzt wird, gibt es keinen Sauerstoff mehr...“. „Das ist Euer Projekt“, versprach Elisabeth Hüsing den Kindern „sehr viel Spaß“ mit dem Wald: „Pflanzt ihn, spielt in ihm, lernt in ihm und macht das Beste daraus!“ Der Vertrag mit der Stiftung Zukunft Wald „Schulwälder gegen Klimawandel“ ist auf 30 Jahre geschlossen worden und läuft Ende 2050 aus.

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