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Kerstin Hillebrecht ist die neue Leiterin des Einbecker Hauses der Jugend am Kohnser Weg

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Kerstin Hillebrecht vor dem neuen Haus der Jugend am Kohnser Weg: „Was hier entstanden ist, ist unglaublich!“ Foto: Sürie

EINBECK Kerstin Hillebrecht ist die neue Leiterin des Einbecker Hauses der Jugend. Die Jugendarbeit in der Einbecker Einrichtung ist der Odagserin seit 1990 mehr als vertraut.

1990 war sie als diplomierte Absolventin der Hildesheimer Fachhochschule für Sozialwesen von der Stadt zunächst als ABM-Kraft beschäftigt worden, acht Jahre später folgte die Festanstellung der Sozialpädagogin, wobei ihr da bereits die stellvertretende Leitung des Hauses übertragen wurde. Seit 1. Mai, wenige Wochen vor Eröffnung des HdJ am neuen Standort Kohnser Weg 3b, steht Kerstin Hillebrecht nun in der Verantwortung für die Einrichtung der Stadt Einbeck, die Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 27 Jahren zahlreiche Möglichkeiten für eine sinnvolle Freizeitgestaltung im Offene-Tür-Bereich, in festen Gruppen und Arbeitsgemeinschaften bietet. Und Vereinen – Schachclub, Funkern, Musikbands, jimie, M1, Zierfischfreunden u. a. – ein festes Domizil.

Kerstin Hillebrecht und ihr Team – Erzieherin Nicole Fischer, Sozialpädagoge Sven Könke sowie Honorarkräfte, Praktikanten und die vielen ehrenamtlichen Helfer – stehen nun vor der Aufgabe, das 800

Quadratmeter große „Haus der vielen Möglichkeiten“ mit Leben zu füllen: „Das muss sich nach und nach entwickeln, dabei darf die große Chance, die jetzt geboren wurde, nicht ungenutzt bleiben“, meint Kerstin Hillebrecht.

Doch schon während des Tages der offenen Tür anlässlich der offiziellen Eröffnung nutzten weit über 1000 Menschen die Gelegenheit, sich über die neu geschaffene Einrichtung zu informieren. Hier wurde bereits deutlich, dass sich die Barrierefreiheit – sowohl was Zugang, Beweglichkeit im Haus als auch WC anbelangt, weitere Optionen eröffnet: Auch die Harz-Weser-Werkstätten zeigen Interesse. Aber auch die Kontakte mit den Schulen werden weiter ausgebaut – etwa über den Ganztagsbereich – und nach den Sommerferien soll es außerdem daran gehen, den Kontakt zu den Sprachförderklassen aufzubauen. Die Zusammenarbeit mit Vereinen (Evangelische Jugendkirche marie, Junge Linde, u.v.m. lasse künftig weitere Möglichkeiten der Angebotsgestaltung wachsen, ist Hillebrecht überzeugt.

Dass ihr Jugendarbeit am Herzen liegt und „genau ihr Ding“ ist, daraus macht Kerstin Hillebrecht keinen Hehl: Ihre Arbeit sei jeden Tag anders, „mit ganz viel Freude und viel Bewegung“ verbunden: „Man lebt und lacht hier viel“, betont die Sozialpädagogin, für die mit dem Haus der vielen Möglichkeiten „ein groß Traum wahr geworden ist“.

Die Konzeption des Hauses stammt weitgehend aus der Feder des HdJ-Teams unter Mitwirkung des Stadtjugendpflegers Henrik Probst: „Wir sind dabei sehr von der Stadt unterstützt worden“, erinnert sie sich an den Werdegang von einem ehemaligen Wohnheim für Flüchtlinge zu einem modernen Jugendzentrum, das kaum Wünsche offenlässt.   Die Ideen seien von Politik und Verwaltung wohlwollend aufgenommen und unter fachlicher Begleitung seitens des städtischen Bauamts realisiert worden. „Unser Konzept wurde verwirklicht.“

Aber sie erinnert sich auch nur zu gut an die fast abenteuerliche Entwicklung von der Standortsuche bis zur Fertigstellung. Das Team hatte sich schließlich aus der Standortsuche herausgezogen: „Weil jeder Standort seinen Charme, aber auch seine Nachteile hatte“.

Doch das ist längst Schnee von gestern: „Ohne den Verkauf des Grundstücks und die großzügige Spende der AKB-Stiftung“, weiß Kerstin Hillebrecht, „hätten wir auf absehbare Zeit niemals ein so schönes Haus der Jugend bekommen“. Was hier entstanden sei und mit Multifunktionshalle sowie den Soccer- und Basketball-Bereichen weiter entstehen soll, „ist einfach unglaublich“. Unterdessen dominieren zurzeit Ferienpass-Angebote und die Ferienbetreuung die Arbeit im neuen Haus der Jugend, das Anfang der Woche schrittweise zu seinen gewohnten Öffnungszeiten zurückkehrte: Das Haus der Jugend am Kohnser Weg hat nach den Sommerferien wieder regulär montags bis freitags von 14 bis 20 Uhr, bei Veranstaltungen auch am Wochenende, geöffnet.

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