Kirchengemeinde macht Kinder stark

Helfen, bevor sich Probleme festsetzen

Sieben Frauen im Schulpark mit Drachen und Aufschrift sturmfest
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Auf Spenden angewiesenes Projekt der Kirchengemeinde Einbeck, „Kinder stark machen“: Noch bevor sich Probleme manifestieren, sollen Grundschüler und Grundschülerinnen Unterstützung erhalten.

Einbeck – „Kinder stark machen“ – und das gleich in der ersten und zweiten Klasse, bevor sich Probleme jedweder Art erst verfestigen und Kinder derart unter Druck geraten, dass sie sich ausklinken und dem Unterrichtsgeschehen nicht mehr folgen können: Das ist der Antritt des gleichnamigen Projektes, das die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Einbeck an den drei Kernstadtschulen anbietet. Mittlerweile geht das nach wie vor zum erheblichen Teil auf Spenden angewiesene, von Landeskirche und AKB-Stiftung geförderte Angebot ins vierte Jahr.

Ohne Leistungsanforderungen an die Kinder kümmern sich pädagogische Fachkräfte an jeweils vier Wochenstunden an den drei Grundschulen um die in Absprache mit den KlassenlehrerInnen ausgewählten Jungen und Mädchen, die aus welchen Gründen auch immer Unterstützung benötigen. Das kann bei Lernrückständen sein oder auch bei der Organisation ihres Schulalltags.  „Die Probleme werden allerdings immer individueller“, betont Mingo Albrecht. Die Pastorin hofft, dass die jährliche Förderung der Landeskirche für die nächsten Jahre gewährleistet bleibt. Zugesagt war der Zuschuss zunächst für drei Jahre.

 „Kinder stark machen“ unterstütze Kinder außerhalb der Schulstruktur aus einem diakonischen Ansatz heraus: „Damit sie trotz ihrer besonderen Situation die gleiche Chance wie andere haben.“  Denn die Fachkräfte können ein ganz besonderes Vertrauensverhältnis aufbauen, erläutert Pastorin Mingo Albrecht: Die bewerten das Kind nicht, fordern keine Leistung ein.  Sie können den Kindern beim Sortieren ihrer Arbeitsmaterialien helfen, mit ihnen spielen, basteln, das Forscherlabor besuchen oder musizieren, ihnen vorlesen oder auch Spaziergänge unternehmen.  Bisher habe es kein Kind gegeben, das nicht von der Unterstützung profitiert habe.

Das bestätigen auch die Fachkräfte Katja Heßler, Silke Heinemeier und Sylvia Engelke, Schulleiterin Petra Bayer (Geschwister-Scholl-Schule), Susanne Kühn (kommissarische Schulleiterin der Pestalozzi-Schule) und Kirchenvorsteherin Elisabeth Weiß, die das Projekt begleitet. Kinder profitierten quasi vom Schulkindergarten an bis zur zweiten Klasse von dieser besonderen Zuwendung: Sie werden stärker,  in Krisensituationen begleitet, können soziale Kompetenz stärken und sich Lernstrategien aneignen.  

Die Corona-Monate jedoch hätten gerade diese Kinder noch stärker getroffen, hieß es übereinstimmend und habe auch das Projekt-Team von „Kinder stark machen“ vor besondere Herausforderungen gestellt. Insofern hätten sich Pastorin Mingo Albrecht und die pädagogischen Fachkräfte schon gewünscht, dass der Unterricht wie vor den Sommerferien auch nach den Ferien in kleineren Klassen fortgesetzt worden wäre.

Die Kirchengemeinde Einbeck bittet darum, das so wichtige Projekt mit Spenden zu unterstützen: auf das Konto des Kirchenkreisamtes IBAN DE04 2625 1425 0009 1010 07 (Verwendungszweck KG Einbeck).

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