Neue Ausstellung ab 8. Mai im Kunsthaus Einbeck:

„Hautveräußerungen“ von Sabine Harton

Im Kunsthaus Einbeck sind ab 8. Mai die Werke von Sabine Harton zu sehen.
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Im Kunsthaus Einbeck sind ab 8. Mai die Werke von Sabine Harton zu sehen.

Einbeck – Es ist ein sensibles und persönliches Thema, das die Göttinger Künstlerin Sabine Harton in der am Sonnabend, 8. Mai, beginnenden Ausstellung „Hautveräußerungen“ im Kunsthaus Einbeck anspricht und in Bildern, Skulpturen und Video umsetzt. Persönlich, da ein jeder von uns Lebenserfahrungen mit Veränderungen kennt und bestimmte Wachstums-und Entwicklungsphasen durchlaufen hat und noch durchläuft. Den Gesetzen der Dialektik folgend, kann dies ein krisenhafter, oft schmerzlicher Prozess sein, wohl seltener ein Selbstläufer. Ein Wagnis bleibt es immer, in neuen Schuhen zu gehen.

Die Künstlerin schreibt in dem Begleittext vom „Vorgang der Selbstablösung, einer existentiellen Neuausrichtung, ein Überwechseln in ein anderes Gefüge. Dieser Vorgang ist Opferung und Befreiung in einem, ungreifbar und schattenhaft.“ (...) „Das Außen umschließt unser Sein. Es besteht aus Hüllen ganz unterschiedlicher Art. Sie sind die sichtbare Schnittmenge unserer Wahrnehmung. Von Zeit zu Zeit streifen wir diese Häute ab und geben uns ein neues „Außen“. Was übrig bleibt, sind Hüllen/ Häutungsreste. Und dann gibt es noch den Blick des anderen, der dessen gewahr und Teil wird.“

Sabine Harton nimmt sich mit tiefer Empfindsamkeit diesem inneren Ent-Wickeln an und transformiert es mit künstlerischer Souveränität in eine neue bildhafte Sprache. Sie arbeitet mehrschichtig mit Acryl auf Leinwand, mit Versatzstücken aus Collagen und mit Zeichnungselementen. Von der Künstlerin selbst genähte, textile Hüllen wurden Bestandteile von Fotografien, durch Ballettschülerinnen zum Thema in Szene gesetzt. Ausschnitthaft, mit Meisterschaft arrangiert und malerisch überarbeitet, finden wir sie in einigen Werken wieder. Eine Videoinstallation und Skulpturen zeugen von der Vielseitigkeit der Künstlerin. Deutlich wird auch hier das intensive Ringen um den adäquaten künstlerischen Ausdruck dieses hochsensiblen Themas.

Sabine Harton studierte im Zeitraum von 1991 bis 2003 freie Malerei an der Freien Akademie für Bildende Kunst Freiburg, an der Hochschule Ottersberg und an der Hochschule für Künste Bremen (hier auch Druckgrafik und Zeitmedien). Seit 2003 ist die Künstlerin freiberuflich tätig. Sabine Harton ist bundesweit mit Einzelausstellungen ihrer Bilder, Objekte und Videoarbeiten vertreten, unter anderem in Stuttgart, Nürnberg, Bremen und natürlich Göttingen. Den Besucher erwartet ein hochinteressantes, intensives und nachdenklich stimmendes Kunsterlebnis der besonderen Art. Das Einbecker Kunsthaus ist hoch erfreut, seinen Gästen diese Ausstellung präsentieren zu können. Weitere Informationen über die Künstlerin findet man unter anderem auf der Homepage sabe-art.de

Ein Ausstellungsbesuch im Kunsthaus Einbeck ist zurzeit über die Vorbuchung eines Zeitfensters zu den normalen Öffnungszeiten samstags von 11 bis 13 Uhr und sonntags von 15 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung möglich. Dafür gibt es zwei Wege: Man kann sich per E-Mail unter info@kunsthaus-einbeck.de oder per Telefon unter 05561/73521 anmelden. Die Ausstellung dauert bis zum 13. Juni 2021, die Künstlerin wird am Sonntag, 13. Juni, anwesend sein. Um einen sicheren und angenehmen Aufenthalt zu gewährleisten, wird im Kunsthaus die Anzahl der gleichzeitig anwesenden Besucherinnen und Besucher auf drei limitiert. Ferner muss eine medizinische Maske getragen und der Mindestabstand von 1,5 Metern zur nächsten Person eingehalten werden.

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