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Gute Arbeit, gute Ausbilder= Ausbildungsgericht

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Das Einbecker Amtsgericht ist seit 2007 Ausbildungsgericht: Amtsgerichtsdirektor Thomas Döhrel und Ausbildungsleiterin Ute Altmann mit Marie Tasmin Zieger, Sophie Behrendt und Rebecca Pramann. © Foto: Sürie

EINBECK (con) Am Einbecker Amtsgericht lernen derzeit mit Sophie Behrendt, Marie Tasmin Zieger und Rebecca Pramann drei junge Frau den noch relativ neuen Beruf des Justizfachwirtes.

Die zweieinhalbjährige Ausbildung umfasst Praxisphasen in der Staatsanwaltschaft und am Göttinger Landgericht, die theoretische Ausbildung erfolgt im Rahmen zweier je vier Monate dauernden Unterrichtsblöcke am Landgericht Göttingen.

Aktenverwaltung, die Anfertigung von Schriftstücken, Protokollführung bei Gerichtsverhandlungen, das alles zählt zu ihrem Aufgabenbereich, außerdem berechnen sie Gerichtskosten, Reisekosten und die Zeugen-Entschädigung.

Nach ihrem Abschluss werden die Justizfachwirte als Richterassistenten viele Routineaufgaben übernehmen. Das Ziel dieses Berufs: Die Richter zum Beispiel durch Recherchen zu entlasten, damit die wieder mehr Zeit für eine qualifizierte Rechtsprechung haben.

Das Amtsgericht Einbeck ist seit 2007 Ausbildungsgericht. Das OLG (Oberlandesgericht) Braunschweig stützte seine Entscheidung für Einbeck seinerzeit auf die qualifiziert gute Arbeit des Gerichts, außerdem standen hier mit Ausbildungsleiterin Ute Altmann (seit 1979 bei der Justiz) und ihren Kolleginnen Martina Hoppe und Jessica Schomburg Auszubildenden nicht nur erfahrene Ausbilder zur Seite, sondern obendrein auch drei engagierte Fachkräfte, die zudem nachweislich über das nötige pädagogische Gespür verfügen.

Die drei Anwärterinnen hatten sich nicht unvorbereitet für den seit 2003 bestehenden Ausbildungszweig entschieden. Alle hatten Praktika absolviert – Marie Tasmin Zieger aus Bernburg an der Saale hatte während der Oberstufe wie ihre Anwärter-Kollegin Sophie Behrendt aus Köthen (Sachsen-Anhalt) auch zudem auf dem Gymnasium Rechtskunde als Wahlfach belegt.

Die 20 Jahre alten Frauen werden ihre Ausbildung im Februar abschließen. Sie hoffen darauf, im Anschluss im Landgerichtsbezirk Göttingen eine Stelle zu bekommen. Wie ihre Vorgänger seit 2007 war für sie der Antritt der Ausbildungsstelle mit einem Umzug nach Einbeck verbunden. Darunter gelitten haben beide ganz offensichtlich nicht: „Wir durften hierher ziehen“, lachen sie. Das „musste“ Rebecca Pramann freilich nicht. Sie ist die erste Anwärterin aus der Region, sagt Amtsgerichtsdirektor Thomas Döhrel. Die 18-jährige Bad Gandersheimerin hat ihre Ausbildung am Amtsgericht gerade begonnen, seit 2007 ist sie hier die neunte angehende Justizfachwirtin. Was sie zu dieser beruflichen Laufbahn bewogen hat? „Hier habe ich mit Menschen zu tun, und der Beruf sehr abwechslungsreich.“ Sie hatte klare Vorstellungen von dem, was auf sie zukommt: Im Rahmen der Fachoberschule für Verwaltung und Rechtspflege hat Rebecca Pramann bereits ein einjähriges Praktikum beim Landgericht Göttingen absolviert.

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