Grundsteinlegung für Seniorenzentrum kurzerhand ins Rathaus verlegt

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Für die Nachwelt dokumentiert: Die etwas andere Grundsteinlegung mit (v.l.) Projektmanager Marco Melchin, Bürgermeister Gerhard Melching, dem Geschäftsführer der Betreibergesellschaft MENetatis, Mathias Neumayer, WI-Immogroup-Geschäftsführer Mark Uhmeier sowie Heinfried Januschewski und Projektleiter Dennis Miethe von der Köster GmbH. 

DASSEL Aus Sicherheitsgründen wurde die eigentlich im Zelt an der Großbaustelle in der Theodor-Storm-Straße vorgesehene Grundsteinlegung kurzerhand ins nahe gelegene Rathaus verlegt. Die Grundsteinlegung für das 12-Millionen-Euro-Projekt sei zwar unkonventionell und eher imaginär, betonte der Geschäftsführer der Bauherrin und Investorin WI-Immogroup GmbH, Mark Uhmeier, die Verlegung sei aber angesichts des Orkans Friederike „die richtige Entscheidung“ gewesen. Die „richtige“ Grundsteinlegung soll nun zur Eröffnung und Inbetriebnahme des „Seniorenzentrums Dassel“ im Oktober erfolgen.

Die WI-Immogroup aus Hildesheim hat sich auf die Realisierung von Pflegeheimen spezialisiert und nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren bundesweit über 30 Einrichtungen initiiert. Allein in diesem Jahr will sie bis zu neun Projekte „in die Realisierung führen“. Auch die Pflegeimmobilie in Dassel soll Privatanlegern dabei als solide Kapitalanlage dienen. In dem dreigeschossigen Neubau auf 4425 Quadratmetern entstehen 65 stationäre Pflegeappartements (Einzelzimmer) sowie elf betreute Wohneinheiten für alle Pflegegrade. Das Raum- und Pflegekonzept orientiert sich an den Bedürfnissen dementiell erkrankter Menschen. Bei Bedarf besteht außerdem die Möglichkeit einer spezialisierten Palliativversorgung.

Die Bauarbeiten begannen bereits im Oktober, mittlerweile sind die Erd- und Entwässerungsarbeiten abgeschlossen: Ab jetzt geht es mit dem Seniorenzentrum Dassel in die Höhe.

Betreibergesellschaft ist die 2016 von Mathias Neumayer und Elke gegründete MENetatis, deren Kerngeschäft die stationäre und pflegerische Vollversorgung sowie Wohnangebote mit umfangreichen Serviceleistungen bilden. Neumayer, der zuvor 14 Jahre die in Köln ansässige AGO-Unternehmensgruppe als alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer leitete und sie zu einem modernen Sozialunternehmen mit Seniorenzentren und Pflegediensten entwickelte, verfügt nach Unternehmensangaben über „reichlich Erfahrungen in der Führung und Entwicklung wegweisender Pflege- und Wohneinrichtungen für ältere Menschen“. Als die AGO im Juli 2016 von Alloheim übernommen wurde, schied Neumayer aus, um sein Ziel zu verwirklichen: ein eigenes, ein familiengeführtes Unternehmen zu gründen – eine Alternative zu großen Betreibergesellschaften. Ihm sei es ein „großes Anliegen“, die MENetatis eben nicht als konzernartiges Gebilde führen, sondern vielmehr „kleiner, überschaubarer – dafür aber ganz nah am Menschen“. Die seitens seines mittelständischen Unternehmens angestrebte Größenordnung im Bundesgebiet beläuft sich somit auf sechs Häuser, um den hohen Standard des Betreuungsangebotes auch zu gewährleisten.

Das Seniorenzentrum in Dassel ist die zweite Einrichtung, die das Ehepaar Neumayer betreibt. Anfang des Jahres hat die MENetatis darüber hinaus den Betrieb der Tagespflegeeinrichtung in der Oberen Straße 27 in Dassel übernommen.

Senioren seien „ein wichtiger Teil der Zukunft“, betonte Dassels Bürgermeister Gerhard Melching, der in dem gerade entstehenden modernen Seniorenzentrum an der Theodor-Storm-Straße 20 einen „weiteren Baustein Dassels zur seniorengerechten Stadt“ sieht. Es sei ihm „eine große Freude“, dass Dassel als Standort des neuen Seniorenzentrums auserkoren worden sei und die „beeindruckende Baustelle“ so schnell vorangetrieben werde.

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