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EM-Teilnahme als unvergessliches Erlebnis

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Kann mit seinem Abschneiden in Schottland sehr zufrieden sein: Nachwuchsgolfer Leon Kolvenbach aus Immensen.

IMMENSEN – Kürzlich fanden im schottischen East Lothian für die weltbesten jungen Golfer im Alter von acht bis 18 Jahren die Internationalen Europameisterschaften statt – durchgeführt vom Veranstalter US Kids Golf. Über 600 der besten Nachwuchsgolfer aus fast allen Ländern der Erde nahmen an den Meisterschaften teil, so auch Leon Kolvenbach, bester deutscher Junggolfer in der Altersklasse 10 aus Immensen.

Mit dem Schiff ging es zunächst von Amsterdam nach Newcastle und dann mit dem Auto von Vater Manfred entlang der Ostküste in Richtung Edinburgh. Am nächsten Tag sind die Kolvenbachs weiter nach St. Andrew zum legendären „St. Andrew Links Golfclub“ gefahren, der als Mekka der Golfer gilt und wo schon Tiger Woods oder Martin Kaymer ihr Können gezeigt haben. Das dreitägige EM-Turnier fand auf dem historischen „Craigielaw Golfplatz“ statt – und zwar auf einem schwierigen Kurs, der von den Kids-Golfern einiges abverlangte. So mussten beispielsweise die Grüns, die von bis zu 1,60 Metern tiefen „Topfbunkern“ umringt waren, angespielt werden. Lag der Ball bei der Annäherung an das Grün in einem dieser Bunker, so war Präzision mit einem geschulten Bunkerschlag gefragt, den Leon gut beherrscht. Am ersten Turniertag spielte Leon mit dem besten Nordiren und dem besten Engländer in einer Gruppe. Gleich auf Bahn 1 nahm Leon auf dem Grün den Ball zu früh auf, was ihm vier Schläge mehr einbrachte. Am zweiten Tag bot der Immenser mit 79 Schlägen eine herausragende Leistung – das sind nur sieben Schläge mehr, als ein durchschnittlicher Profigolfer für die Runde brauchen würde. Das bedeutete am zweite Tag die achtbeste Leistung von allen teilnehmenden Spielern. Und auch am dritten und letzten Turniertag bot Leon eine gute Leistung. Dieses Ergebnis wäre sogar noch besser ausgefallen, wenn sein bestes Eisen für die Bunker am Vortag nicht abhanden gekommen wäre. Das brachte sechs bis acht Schläge mehr ein. Am Ende wurde Leon inoffiziell Vierter in seinem Jahrgang 2006 in Europa und offziell 22. ohne die besten Kids-Golfer aus den USA, Südafrika oder Indien. Unter 61 Golfern aus aller Welt belegte der Immenser Platz 29. Für seine erfolgreiche Teilnahme bekam Leon die Einladungen zur Kinder-Golf-Weltmeisterschaft Ende Juli im kalifornischen Pinehurst und zu den „Britisch Kids Championship“ Mitte August in in Lincolnshire. „Doch wir werden aufgrund der hohen Kosten und wegen des Wechsels auf das Gymnasium nicht anreisen“, erklärt Vater Manfred Kolvenbach, der bei der EM für seinen Sohn sowohl als Coach als auch als Caddy dabei war. Leons nächstes Ziel sind erst einmal die Niedersächsischen und Bremer Meisterschaften in der Altersklasse am 25. Juni in Hannover und die „Ger- man Junior GT Championship 2016“ vom 18. bis 22. Oktober in Berlin. Auf jeden Fall aber war die Teilnahme an der EM in Schottland für Leon und seinen Vater unvergessliches Erlebnis, das auf einem hohen internationalen Niveau stattfand.

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