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Da ging ein Ruck durch die Partei

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Dr. Roy Kühne © Foto: Sürie

KREIS (con) – Eine Ruck-Rede hat Dr. Roy Kühne anlässlich des Kreisparteitages der CDU gehalten: Die Mitglieder schwor er eindringlich darauf ein, Abschied von „liebgewonnenen Besitzständen“ zu nehmen, den Satz „Das war schon immer so“ aus ihrer Denke zu streichen, um sich vielmehr neuen Ziele zuzuwenden und gemeinsam auf den Weg zu machen.

Die CDU Northeim müsse „endlich aufwachen“. Sie dürfe sich nicht damit zufrieden geben, bei einem 35,7-prozentigen Stimmenanteil zu verharren und nur 17 von 51 Kreistagsmandaten zu halten. Gleichzeitig kündigte Dr. Kühne Reformen und „harte Einschnitte“ an. Angesichts der desolaten finanziellen Lage des Kreisverbandes, die er bereits während seines Bundestags-Wahlkampfes im Gespräch mit der EULE thematisiert hatte, zeigte er sich entschlossen, die neue Finanzordnung „mit aller Härte durchzusetzen“. Er sei „dankbar“, dass der neu gewählte Kreisvorstand ebenfalls nicht davor zurückschrecke, „sich die Finger schmutzig zu machen“, zu einer „Anpassung“ bereit sei und bereits während der ersten Monate daran gearbeitet habe, die Partei neu aufzustellen und sie „fit für die Zukunft“ zu machen. Insofern sei er froh, dass Timo Dröge in dieser schwierigen Zeit, in der die Kreis-CDU auch noch unter die Schallgrenze von 1000 Mitgliedern gerutscht sei, das Amt des Schatzmeisters übernommen habe, obwohl er Dr. Kühne bei der Nominierung zum Bundestagskandidaten seinerzeit unterlegen war. „Vor Timo Dröge liegt eine Herkulesaufgabe“, betonte Dr. Kühne. Der Northeimer selbst hatte den Kreisvorsitz erst im Herbst vergangenen Jahres übernommen und damit für einen Generationswechsel an der Parteispitze gesorgt. Mittlerweile habe jedes Mitglied des Geschäftsführenden Vorstandes eine klare Aufgabe zugewiesen bekommen, führte Dr. Kühne weiter aus. Außerdem sei ein neues Arbeitsvertragsmodell für die Kreisgeschäftsführung gefunden worden; eine Arbeitsgruppe beleuchte die Ausstattung der Kreisgeschäftsstelle.

Partei am Wendepunkt: Der CDU blieben bis zur Kommunalwahl eineinhalb Jahre, sich insgesamt zu konsolidieren, mahnte er. Letztlich gehe es doch um die Menschen im Landkreis: Für die „brauchen wir eine starke CDU und keine ideologische SPD“.

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