Kundgebung als Präsenzveranstaltung

Gewerkschaften zeigen „Gesicht“

Gewerkschafter:innen mit roten Schals bilden Menschenkette auf dem Marktplatz in Einbeck
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Insbesondere in der Krise ist Solidarität wichtiger denn je: Die Menschenkette untermauert das Motto des Gewerkschaftstages „Solidarität ist Zukunft!“.

Einbeck – Zwar stand auch dieser 1. Mai ein weiteres Mal im Zeichen der Pandemie mit all ihren herausfordernden, leidvollen Facetten, doch diesmal zeigten die Gewerkschafter:innen mit ihrer Präsenzveranstaltung auf dem Einbecker Marktplatz wieder „Gesicht“. Das Motto: „Solidarität ist Zukunft!“

DGB-Kreisvorsitzender Frank Marquard betonte mit Blick auf die Kreisstadt, dass die Gewerkschaft keineswegs etwas gegen die Ansiedlung von Amazon in Northeim und die Schaffung von 120 Arbeitsplätzen habe: Im Gegenteil – dann sollte das Unternehmen aber auch anständige Löhne und Gewerbesteuer zahlen. Marquard appellierte an die Politik, Einzelhandel und Gaststätten nicht zu vergessen; sie hätten Hygienekonzepte entwickelt, die funktionierten. Langsam aber sicher müsse das Leben in den Städten wieder hochgefahren werden, forderte Marquard,  damit sie eine „faire Chance auf Zukunft“ hätten. Und speziell gemünzt auf die Brau- und Fachwerkstadt:  „Unser schönes Einbeck darf nicht sterben.“

Dass der Tag der Arbeit am 1. Mai als Präsenzveranstaltung stattfinden würde, war erst wenige Tage zuvor entschieden worden, teilte Organisator und IG-Metaller Achim Wenzig mit. Info- sowie Essens- & Getränkestände und auch der Luftballonwettbewerb fielen den Corona-Schutzmaßnahmen zum Opfer, doch wusste das Duo Marcus & Tatjana („Catuma Jam“) angesagt zu unterhalten und genoss das „geile Gefühl“, wieder vor Publikum zu spielen. Das Motto des Gewerkschaftstages unterstrichen die Teilnehmer:innen – darunter auch der Landtagsabgeordnete Christian Grascha – mit einer Solidaritäts-Menschenkette, verbunden mit knallroten Zukunftsschals auf dem Marktplatz. con

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