Geschichts- und Erinnerungstafel in Salzderhelden eingeweiht

Gegen das Vergessen!

Kriegsgräberstätte Salzderhelden
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Auf der Kriegsgräberstätte oberhalb von Salzderhelden wird die neue Geschichts- und Erinnerungstafel eingeweiht.

Salzderhelden – Oberhalb von Salzderhelden befindet sich eine der größten Kriegsgräberstätten in Südniedersachsen. Dort ruhen 377 Tote – 17 Zivilisten und 360 Soldaten. Fast alle starben am Ende des Zweiten Weltkriegs im April 1945 bei den Kämpfen in der Region. Allein 101 tote Soldaten fallen in die Altersgruppe von 16 bis 19 Jahren.

Die getöteten deutschen Soldaten wurden zunächst an den Orten bestattet, wo sie ihr Leben verloren hatten. 1954 entschied man, sie auf einer zentralen Kriegsgräberstätte in Salzderhelden zusammenzuführen. Dort befand sich zuvor das Kriegerdenkmal der Gemeinde Salzderhelden für die Toten des Ersten Weltkriegs. Ihre Namen wurden in die Wände der kleinen Gedenkhalle graviert und das Denkmal abgetragen. Die neue Kriegsgräberstätte sollte „allen Menschen ein weithin sichtbares Mahnmal für friedliches Denken und Handeln sein“. Am 14. Juni 1959 wurde sie eingeweiht. Die Inschrift in der Gedenkhalle – „Herr, lass uns erkennen in allen Kriegen das Unglück der Völker. Verbanne die Zwietracht aus unserer Welt und gib uns Frieden“ – war von Regierungspräsident Hans-Georg Suermann entworfen worden. In seiner Ansprache bei der Einweihung betonte er, der Friedhof sei „ein Mahnmal für den Wahnwitz des Krieges“. Schülerinnen und Schüler der Löns-Realschule in Einbeck haben jetzt in einem Schulprojekt, das vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) angeregt und betreut wurde, an einer Geschichts- und Erinnerungstafel gearbeitet. Sie stellt die Kriegsgräberstätte vor, ordnet die Ereignisse vom Kriegsende 1945 in den historischen Kontext ein und beschreibt die unterschiedlichen Schicksale der Kriegsopfer. Im Beisein einiger Schüler, der Lehrer Kai Gosse und Stefan Holzkamp, Schulleiter Jörn Kretzschmar, Michael Gandt und Dr. Rainer Bendick vom VDK, Ortsbürgermeister Dirk Heitmüller, Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek und Landrätin Astrid Klinkert-Kittel ist die Tafel eingeweiht worden – finanziert wurde sie von der Kultur- und Denkmalstiftung des Landkreises Northeim, während vom Kommunalen Bauhof durchgeführte Aufstellung vom Ortsrat Salzderhelden bezahlt worden ist.

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