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Fridays for Future will Zeichen setzen

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Fridays for Future Demo in Einbeck
Am 10. Juni wird es wieder eine Demo von Fridays for Future in Einbeck geben: „In einer Ausnahmesituation müssen alle Kräfte eingesetzt werden für eine klimagerechte Welt: ohne fossile Energien und ohne Krieg.“ © Cornelia Sürie

Einbeck – Ein starkes Zeichen für eine umweltbewusste Zukunft will Fridays for Future Einbeck mit einer Demo am Freitag, 10. Juni, setzen. Beginn ist um 13 Uhr auf dem Marktplatz, die Demo endet am Stukenbrok-Park direkt am Bahnhof.  

Der anstehende Klimastreik finde statt, während mitten in Europa ein Krieg tobt: „Wir stehen solidarisch mit der ukrainischen Bevölkerung, die unter dem Angriffskrieg Putins und der russischen Führung leidet. Und wir stehen an der Seite der russischen Zivilgesellschaft, die sich für Frieden einsetzt“, betont die Einbecker Fridays-for-Future-Bewegung.

 Es werde schmerzhaft deutlich, dass fossile Energien nicht nur das Klima, sondern auch Kriege anheizten, und es zeige sich, „wie gefährlich unsere Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen ist“. Die Bundesregierung und auch die Europäische Union hätten zwar Sanktionen gegen Russland verhängt - doch noch immer flössen täglich rund 600 Millionen Euro aus der EU nach Russland. „Das müssen wir schnellstmöglich beenden - und auf 100 Prozent erneuerbare Energien umsteigen.
 Ein Zurück zur Kohle oder Atomenergie würde die Klimakrise immens verschärfen und die Energiewende torpedieren“, betont Fridays for Future.

Der Einsatz für Klimaschutz könne nicht auf friedliche Zeiten warten – im Gegenteil: „Die sich immer dramatischer beschleunigende Erderhitzung droht Konflikte weltweit zu verschärfen.“ Das habe erst der neue IPCC-Bericht deutlich gezeigt. Bereits jetzt leide knapp die Hälfte aller Menschen unter den Folgen der Klimakrise – vor allem diejenigen im globalen Süden, die diese Krise nicht verursacht haben. „Deswegen fordern wir: globale Solidarität und Klimagerechtigkeit! Damit das keine leeren Worte bleiben, muss die Bundesregierung ihre Mittel in der internationalen Klimafinanzierung weiter erhöhen!“
 Die Bundesregierung müsse die naturverträgliche Energiewende jetzt massiv beschleunigen – die bisherigen Pläne reichten dafür nicht aus. Außerdem brauche es eine sozial gerechte Antwort auf steigenden Energiepreise, vor allem für die Ärmsten der Gesellschaft. In einer Ausnahmesituation wie dieser brauche es außergewöhnliches und schnelles Handeln: „Alle unsere Kräfte müssen eingesetzt werden für eine klimagerechte Welt: ohne fossile Energien und ohne Krieg.“

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