Bürgermeister der beteiligten Städte unterzeichnen Zuwendungsantrag über 800.000 Euro

„Fachwerk-Fünfeck“ hat die nächste Hürde genommen

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Auf eine gute Zusammenarbeit (von links): Hans-Erich Tannhäuser, Dr. Sabine Michalek, Klaus Becker und Harald Wegener. Auf dem Foto fehlt Wolfgang Nolte.

EINBECK (boe) – Das vor einem Jahr in Hann. Münden gegründete „Fachwerk-Fünfeck“, ein interkommunaler Zusammenschluss der fünf Städte Einbeck, Northeim, Duderstadt, Hann. Münden und Osterode zur Erhaltung des Kulturgutes Fachwerk, hat die nächste Hürde genommen. Beim jüngsten Treffen in Einbeck konnte von den fünf Bürgermeistern Dr. Sabine Michalek, Hans-Erich Tannhäuser, Wolfgang Nolte, Harald Wegener und Klaus Becker nämlich nicht nur der Zuwendungsantrag über 800.000 Euro aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ unterzeichnet und auf den Weg gebracht werden, sondern wurde auch die weitere Vorgehensweise abgestimmt.

Bereits bei der offiziellen Gründung des „Fachwerk-Fünfecks“ war festgelegt worden, dass die regionale Zusammenarbeit in touristisch-wirtschaftlicher, ökologischer, sozialer und kultureller Hinsicht vorangetrieben und der einzigartige Fachwerkbestand in ihren fünf Städten als Alleinstellungsmerkmal anerkannt werden soll. Darüber hinaus haben die Städte des „Fachwerk-Fünfecks“ mit der von ihren Bürgermeistern unterzeichneten Präambel fünf konkrete Ziele vereinbart, die Anstoß für eine regionale Zusammenarbeit sein sollen: 1. Das Kapital Fachwerk soll stärker wertgeschätzt und als Markenzeichen noch besser zur Geltung gebracht werden, unter anderem mit einer gemeinsamen touristischen Dachmarke. 2. Die Fachwerk-Städte sollen so umgebaut werden, dass sie zukunftsfähige Standorte zum Wohnen, Arbeiten und Leben sein können. 3. Ziel ist ferner, die Fachwerk-Baukunst zu erforschen und alte Handwerkstechniken zu bewahren. 4. Schließlich sollen die fünf Fachwerkstädte „als Ankerorte einer Fachwerk-Landschaft von nationalem Rang und internationalem Interesse“ etabliert werden. 5. Im Hintergrund bleibe das ferne Ziel, einmal gemeinsam Weltkulturerbe zu werden. Der Weg dorthin könne die Region noch enger zusammenschweißen. „Das für drei Jahre vom Bund bewilligte Geld bedeutet für uns einen kräftigen Schluck aus der Pulle“, betonte Northeims Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser und nannte die Einrichtung eines Büro am Scharnhorst-Platz in Northeim, das dem „Fachwerk-Fünfeck“ gewissermaßen als „Headquarter“ dienen soll, als erste konkrete Maßnahme im Rahmen der Zusammenarbeit. Eine wissenschaftliche Begleitung der dort entwickelten Projekte sei vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur bereits zugesagt worden, ergänzte er. Nach und nach ginge es dann um die Umsetzung weiterer Ideen – so zum Beispiel um den gegenseitigen Verweis auf die „Leuchtturm-Projekte“ der anderen Städte, um eine bessere Radwege-Verbindung zwischen den fünf Teilnehmern und natürlich um die Nutzung der Fachwerkhäuser als wichtigste Problemlösung, denn ansonsten seien die Innenstädte nicht überlebensfähig.

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