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Notunterkunft wird zum „Zentrum der Integration“

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n der Dasseler DRK-Notunterkunft ist mit Hilfe der Bevölkerung und von KWS ein Spielzimmer eingerichtet worden. Dort helfen auch die Mütter der Flüchtlingskinder bei der Betreuung mit. Jede hilfreiche Hand ist hier willkommen. Derzeit entsteht im Innenhof auch ein geschützter Spielbereich für die Kinder. © Foto: Sürie

DASSEL Fast wäre das Aus der Flüchtlings-Wohneinrichtung in der ehemaligen Rainald-von-Dassel-Schule in Dassel besiegelt gewesen: Doch dann überschlugen sich in den vergangenen Tagen die Ereignisse. Die Notunterkunft (NUK) an der Hermannstraße wird zur Gemeinschaftsunterkunft umgewandelt und bleibt somit erhalten.

Das teilte der Landkreis Northeim kaum eine Woche, nachdem der Betreiber (DRK-Kreisverband) von der Schließung der erst im November förmlich über Nacht und mit vereinten Kräften „aus dem Boden gestampften“ Einrichtung überrascht worden war, mit. Derzeit erfolgen bei laufendem Tagesbetrieb für die zurzeit rund 80 Bewohner Inventur und die Abwicklung des NUK, nachdem das Innenministerium das Amtshilfeersuchen an den Landkreis Northeim eingestellt hat und die Kosten nur noch bis zum 31. März übernimmt. Ab 1. April dürfte die NUK in Form einer Gemeinschaftsunterkunft dann als „Zentrum der Integration“ unter Regie des DRK-Kreisverbandes weiterlaufen. Insgesamt eine Mammutaufgabe für die Mitarbeiter um DRK-Kreisgeschäftsführer Kay Malchow. Der allerdings ist überwältigt, dass sich auch viele Menschen aus der Region beim Landkreis Northeim persönlich für den Erhalt der Einrichtung stark gemacht haben: Das sei „beeindruckend“. Viele der Flüchtlinge wollten tatsächlich im Raum Dassel/Einbeck bleiben, fühlten sich hier geborgen, unterhielten längst persönliche Bindungen zur Bevölkerung. Dass es hier so gut läuft, sei neben den Hauptamtlichen „vor allem den vielen Ehrenamtlichen und der Bevölkerung zu verdanken“, sagt Malchow. Wie man sich hier der Flüchtlinge angenommen habe, sei einfach „beispielhaft“: „Wo gibt es das schon, dass die Bevölkerung froh über eine Unterkunft ist und sie erhalten will? Ich kenne kein weiteres Bespiel.“ Hinzu komme, dass das DRK den weiblichen und den männlichen Flüchtlingen Tag und Nacht begleitend zur Seite gestanden habe. Wie die Fortsetzung der Dasseler Einrichtung im Detail erfolgt, solle in den nächsten Tagen abgestimmt werden, hieß es. con

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