Dürreschäden an Bäumen erfordern Wegesperrung am Idtberg

Eine Gefahr für Wandernde

Ein Teilstück des Ith-Hils-Weges muss gesperrt werden.
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Ein Teilstück des Ith-Hils-Weges am Idtberg muss gesperrt werden.

Region/Grünenplan – Die Niedersächsischen Landesforsten müssen ein Teilstück des Ith-Hils-Weges am Idtberg sperren. Die Dürre der vergangenen Jahre hat an den alten Bäumen Spuren hinterlassen: Vertrocknete Äste und Kronenteile und in ihrer Stabilität beeinträchtigte Bäume bedeuten eine Gefahr für Wandernde und lassen eine sichere Benutzung des Weges nicht mehr zu.

Der Weg führt durch die Wälder der Niedersächsischen Landesforsten über den Ithkamm. Im Bereich Kaierde kreuzt der Wanderweg das Naturschutzgebiet Idtberg und den Naturwald Idtberg. Rund 200 Jahre alte Buchen stehen dort entlang der Wege, doch die Buchen leiden unter der Trockenheit der vergangenen Jahre. Durch das fehlende Wasser sind die Abwehrmechanismen der Bäume geschwächt. Hitze und Trockenheit führen zu Rissen in der Rinde, die wahren Eintrittspforten für Pilze und Insekten sind. Die dadurch bedingte Zersetzung des Baumes führt dazu, dass das Holz spröde wird und wie Glas zersplittert. Es ist anschließend nicht einmal ein Windstoß notwendig, um die Äste zum Herabfallen zu bringen. Selbst noch grüne Buchen haben in den oberen Kronenschichten abgestorbene Äste, die jederzeit brechen können.

Durch das momentan grüne Blätterdach ist die Gefahr von oben teilweise schwer zu erkennen, doch stehen allein auf diesem Wegeabschnitt von 200 Metern Länge 17 abgestorbene Bäume unmittelbar am Wegesrand. Weiter im Bestand kommen unzählige Bäume dazu, die beim Umstürzen den Weg erreichen könnten. Christine Knust als Leiterin des Forstamtes Grünenplan, ist sich dieser Gefahr bewusst und handelt deshalb konsequent: „Wir müssen diesen Teilabschnitt des Wanderweges sperren. Die Bäume zu fällen und so die Gefahren zu beseitigen, kommt aufgrund der sehr großen Anzahl schwer geschädigter Bäume, dem Schutz der Fläche als Naturwald sowie der Gefahren durch weiter oberhalb am Hang stehende abgestorbene Bäume als Lösung leider nicht in Frage. Dahingegen ist es leicht möglich, den Wegeverlauf anzupassen und durch das ebenfalls sehr schöne Dornbachtal und die Schlei zu legen.“

Aufgrund der großen Gefahren, die sich für die Erholungssuchende ergeben, bittet Knust eindringlich um die Einhaltung der Wegesperrung: „Wir appellieren an die Besucherinnen und Besucher, dass diese sich an die Sperrung halten. Der Weg wird einen alternativen und sicheren Verlauf bekommen, welcher zum Wandern genutzt werden kann.“ Der Ith-Hils Wanderweg ist mit einer Länge von 82 Kilometern ein sehr beliebter Wanderweg im Weserbergland. Entlang alter Türme, Seen und schöner Felsformationen zieht sich der Weg von Holzen bis nach Coppenbrügge. Der Wanderweg wurde als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet und zeichnet sich durch eine sehr gute Beschilderung und die gute Infrastruktur aus.

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