Ausgerechnet Schokolade

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Jubilar Carsten Sowa (l.) mit Stefan Beumer.

EINBECK  Im zarten Alter von fünf Jahren sein Berufsziel schon klar umrissen vor Augen zu haben und es mit 42 Jahren auch erfüllt zu sehen, das ist an sich schon ungewöhnlich genug. Noch ungewöhnlicher aber ist es, wenn es sich bei dem Traumberuf um „Sparkassenvorstand“ handelt.

Carsten Sowa, seit fünf Jahren an der Seite von Stefan Beumer im Vorstand der Sparkasse Einbeck, ist es so ergangen. Der 47-jährige Wahl-Einbecker brachte es jetzt auf eine 25-jährige Dienstzeit bei der Sparkassen-Finanzgruppe: ein Jubiläum, das er kurz, aber nicht minder fröhlich, im Kreis der Führungskräfte feierte, bevor er sich mit Beumer wieder in die Arbeit stürzte. Sonderurlaub ? Fehlanzeige.

Ausgerechnet Schokolade gab bei Sowa den Ausschlag für die frühe Zukunftsplanung. Der beste Freund seines handwerklich begabten Vaters, ein Sparkassendirektor aus Finnentrop im Sauerland, belohnte den Jungen jedes Mal mit einer Vollmilch-Schokolade (mit ganzen Nüssen!!!), wenn der seinen Vater zum Helfen begleitete. Eine Tafel Schokolade nur für ihn alleine! Das musste den Knaben einfach beeindrucken, der zusammen mit zwei Geschwistern in einer Familie aufwuchs, in der Süßigkeiten eher selten waren und wenn, selbstverständlich geteilt wurden.

Sparkassendirektor Kleinsorge war es denn auch, der Carsten Sowa 14 Jahre später als Auszubildenden in „seiner“ Sparkasse einstellte und zum Abschied selbst eine Tafel Schokolade erhielt. In Finnentrop durchlief Sowa ab 1989 nicht nur die Ausbildung zum Bankkaufmann, hier bekleidete er außerdem unterschiedliche Führungspositionen, zuletzt als „Fachbereichsleiter Vorstandssekretariat und Marktfolge“. Sein Fachwissen baute er u.a. während eines berufsbegleitenden Studiums an der Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe aus. Mit der Ernennung zum Vorstandsmitglied in Einbeck erfolgte schließlich der Umzug vom Sauerland nach Südniedersachsen. Schokolade habe bei seiner Bewerbung damals keine Rolle gespielt, schmunzelt Sowa: Er hatte sich unter 50 Bewerbern durchgesetzt. Einbeck ist, für einen Vorstand ebenfalls ungewöhnlich, erst die zweite Station seines Werdegangs. Fast 20 Jahre wirkte er im Sauerland, fünf Jahre sind es jetzt im Südniedersächsischen. Und hier will er auch die nächsten 20 Berufsjahre verbringen und sich für eine „erfolgreiche, selbstständige Sparkasse“ einsetzen. „Einbeck ist toll“, schwärmt das Sparkassen-Gewächs, dessen Mutter Sparkassenkauffrau war und Ehefrau Burgis als Verkaufstrainerin in der großen Sparkassenorganisation wirkt. Das Paar hat sich übrigens an der Sparkassen-Akademie kennen gelernt, und auch Ann-Kathrin – eine seiner drei Töchter – hat eine Laufbahn bei einer Sparkasse eingeschlagen. Carsten Sowa ist happy. In Einbeck engagiert er sich beim DRK und bei der Initiative Sch(l)aufenster. Ab und zu sieht man ihn beim Joggen oder Fahrrad fahren mit Ehefrau Burgis. Bodenständig sei er. Und das sei bei allen Innovationen auch die Arbeit der Sparkasse Einbeck, sagt Stefan Beumer. Beide verfolgen weiter den „Einbecker Weg“ der 1830 gegründeten Sparkasse, bei dem die Zusammenarbeit im Vorstand, mit Bereichsleitern und Politik „vernünftig im Sinne der Sparkasse“ erfolge: „Wir sind bestrebt, die Selbstständigkeit und Marktführerschaft mit hoher Qualität zu erhalten.“ con

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