Ganze Kraft ins Marketing und den Vertrieb stecken

Vorstand und neu gewählter Aufsichtsrat der Einbecker Brauhaus AG in der Stadthalle Northeim (von links): Jürgen Brinkmann, Lothar Gauß, Dr. Wilhelm Helms, Arnold Schwulera, Martin Deutsch, Robert A. Depner, Kai-F. Binder, Knut Schiemann und Tobias Waltl.

EINBECK (boe) – Trotz der in der Bierbranche im Trend liegenden Absatz- und Umsatzrückgänge hat die Einbecker Brauhaus AG ihren Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel auf 444.000 Euro steigern können. Das hat Vorstand Lothar Gauß bei der 50. ordentlichen Hauptversammlung in der Northeimer Stadthalle bekannt gegeben und die Aktionäre aufgefordert, den eingeschlagenen Weg weiter mitzugehen. Das war bei einem Großteil der anwesenden Anteilseigner auch der Fall, denn am Ende wurde sowohl der Zahlung einer Dividende von sieben Cent als auch der Entlastung des Vorstandes und der Neuwahl beziehungsweise Bestätigung des Aufsichtsrates mehrheitlich zugestimmt.

Wie Vorstandssprecher Gauß in seiner rund einstündigen Rede betonte, habe die Einbecker Brauhaus AG ihren Jahresüberschuss durch die Bündelung der produktionstechnischen und logistischen Abläufe am Standort Einbeck steigern können. Dafür habe man 16 Millionen Euro in eine neue Fassabfüllung, in eine zweite Flaschenabfüllanlage und in eine 3.500 Quadratmeter große Verladehalle investiert. Die bestehende Flaschenabfüllanlage sei im vierten Quartal 2015 modernisiert worden, und im Logistikbereich errichtet die Brauerei zurzeit eine zentrale Sortieranlage für das Mehrwegleergut. „Die Vorbereitungen zum Bau einer 2.500 Quadratmeter großen Halle sind erfolgt“, sagte Gauß – „mit der Errichtung der Halle werden wir beginnen, sobald die Baugenehmigung vorliegt“. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro, die Finanzierung werde ohne Fremdmittel erfolgen. „In den letzten vier Jahren haben wir uns intensiv mit unseren Marken befasst und unsere Markenauftritte zum Teil neu gestaltet“, blickte Gauß zurück und kündigte zugleich an, dass die Einbecker Brauhaus AG, zu der die Marken Einbecker, Göttinger, Martini, Kasseler und Nörten-Hardenberger gehören und die zurzeit 128 Mitarbeiter beschäftigt, auch in Zu- kunft ihre ganze Kraft in das Marketing und den Vertrieb ihres Markenportfolios stecken müsse. Sehr zufrieden äußerte sich der Vorstandssprecher über die Einführung des neuen, bislang allein im Geschenkkarton verkaufte „Ainpöckisch 1378“, das ab sofort im Bierkasten und ab August auch in der 0,5-Liter-Dose erhältlich sein wird. Mehr als 90.000 Kartons mit sieben Flaschen der unfiltrierten Starkbier-Spezialität habe man seit dem Start im März dieses Jahres abgesetzt. Insgesamt erwartet Gauß für das laufende Jahr ein zufriedenstellendes Ergebnis auf Vorjahresniveau, und zum Vorstandswechsel im Ressort Vertrieb und Marketing merkte der Vorstandssprecher an, dass er sich zum einen noch einmal bei seinem in den Ruhestand verabschiedeten Kollegen Walter Schmidt bedanken möchte und sich zum anderen sehr gut mit seinem neuen Kollegen Martin Deutsch verstehen und mit ihm ein gutes Team bilden würde.

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